Microsoft Outlook unter Druck

Mobile E-Mail verdrängt Desktop

27. August 2010
Von  und Tony Bradley (PC World)
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Die Marktforscher von Nielsen haben herausgefunden, dass immer mehr E-Mails mobil verschickt werden. Den Desktop-Client Outlook bringt das in arge Bedrängnis.

Die Nielsen-Studie "Was Amerikaner online tun" ergab, dass US-Bürger immer mehr Zeit in sozialen Netzwerken wie FacebookFacebook oder Linkedin verbringen. Von diesem Trend betroffen ist auch die klassische E-Mail, wie Tony Bradley in unserer Schwesterpublikation PC World feststellt: Social Networking und Social Gaming nähmen schon auf dem Desktop immer mehr Zeit in Anspruch und verdrängten damit die Aufmerksamkeit, die vorher unter anderem der E-Mail-Kommunikation gegolten habe. Alles zu Facebook auf CIO.de

So fand Nielsen unter anderem heraus, dass Internet-Surfer mittlerweile weniger Zeit mit Outlook, Thunderbird oder Lotus Notes verbringen als mit Spielchen in sozialen Netzwerken, bei denen andere Teilnehmer mitmachen.

Noch ist E-Mail demnach die zweithäufigste Anwendung, droht aber Gefahr, vom Social Networking nach hinten durchgereicht zu werden. Immerhin sank der Anteil der Online-Post von 12 auf 8,3 Prozent, wie eine Umfrage unter 200.000 Online-Nutzern ergab.

Unangefochten die Nummer eins ist E-Mail-Kommunikation dagegen auf mobilen Geräten. Hier stieg der Anteil im Vergleich zu einer Umfrage aus dem Vorjahr von 37 auf 42 Prozent und stellt alle anderen Anwendungen damit deutlich in den Schatten.