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Mobile Malware: Herausforderung für die IT-Sicherheit

Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei der IDG Business Media GmbH tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
Mobile Security ist heute in vielen Unternehmen ein heiß diskutiertes Thema. Im Interview verrät Raj Samani, Vice President und CTO von Intel Security EMEA, mit welchen Aspekten sich Firmen bei Mobile Malware auseinandersetzen müssen.

Immer mehr mobile Geräte erobern die Unternehmen und stellen die IT-Verantwortlichen in puncto SecuritySecurity vor neuen Herausforderungen. Gilt es doch, die Geräte zur jeder Zeit und an jedem Ort so abzusichern, dass Unbefugte keinen Zugriff auf die dort gespeicherten Daten erlangen. So ist es nicht verwunderlich, dass der Markt für Security-Maßnahmen für Mobilgeräte stetig wächst. Was uns in den nächsten Monaten in Bezug auf Mobile Security und im speziellem Mobile MalwareMalware erwartet, haben wir den Intel Sicherheitsexperten von Intel Security Raj Samani gefragt. Alles zu Malware auf CIO.de Alles zu Security auf CIO.de

Raj Samani: Vice President und Chief Technical Officer von Intel Security EMEA.
Raj Samani: Vice President und Chief Technical Officer von Intel Security EMEA.
Foto: Intel Security

Wie sehr müssen Unternehmen 2015/16 wegen mobiler Malware wirklich besorgt sein?

Raj Samani: "Mobile Malware ist eine wachsende Bedrohung. Forscher des McAfee Labs haben bestätigt, dass die Anzahl neuer, mobiler Malware vom vierten Quartal 2014 bis zum ersten Quartal 2015 um 49 Prozent gestiegen ist. Obwohl die Bedrohung durch mobile Malware noch nicht annähernd so hoch ist, wie durch traditionelle Malware, verändern sich die Bedrohungsszenarien ständig. Unsere Abhängigkeit von Mobilgeräten steigt. Damit steigt auch der Fokus der Cyber-Kriminellen, die mobile Plattformen vermehrt angreifen."

Inwieweit beeinflusst der Kampf gegen mobiler Malware das Unternehmensgeschehen?

Raj Samani: "Der Kampf gegen jede Art von Malware oder IT-Risiko muss ein Gleichgewicht zwischen Usability und Sicherheit finden. Keine Organisation kann alle Risiken vollständig eliminieren. Die Herausforderung besteht beim Management der Informationssicherheit darin, herauszufinden wie man diese empfindliche Balance erreicht. IT-Verantwortliche müssen sicherstellen, dass ihre Maßnahmen am Ende nicht die Produktivität und Zusammenarbeit behindern. Wir können Risiken nicht vollständig ausschalten, aber wir können das Ausmaß der Risiken ermitteln und Sicherheitsmaßnahmen daran anpassen."

Malware für mobile Endgeräte wird größtenteils als "Adware" und ähnliches eingestuft, die eher ärgerlich als gefährlich ist. Sollten Sicherheits-Profis ihre Aufmerksamkeit überhaupt auf diese Art Malware richten?

Raj Samani: "Mobile Malware als Malware mit geringeren Auswirkungen zu beschreiben, ist lachhaft, auch wenn Adware zunächst nur ein großes Ärgernis für den Anwender bedeutet. Tatsache ist, mobile Malware kann viel größere Bedrohungen bedeuten, die einen echten Einfluss auf das Unternehmen haben. Hinter mobiler Malware steht eine ganze Bandbreite Krimineller: von jenen, die Ihre Kontaktdaten von ihrem Telefon stehlen bis zu jenen, die Ire beim Online-Banking Ihre mTAN (mobile Transaction Authentication Number) abfangen. Security-Verantwortliche müssen mobile Malware ernst nehmen: mobile Angriffe werden weiterhin stetig zunehmen, weil die zunehmende Verbreitung mobiler Technologien die Angriffsfläche vergrößert."

Auf welche Sicherheitsmaßnahmen sollten sich die Unternehmen heute konzentrieren?

Raj Samani: "Security-Verantwortliche müssen das große Ganze im Blick behalten, Risiken identifizieren und ihnen begegnen, um Unternehmensdaten sicher zu halten. Es gibt nicht das eine Ziel, die eine Lösung für jedes Sicherheitsproblem. Jede Bedrohung und jede Organisation ist unterschiedlich. Ein gutes Risiko Management System für Unternehmensdaten hilft der IT, die Risiken zu identifizieren. Die IT kann dann ein individuelles Sicherheitsnetzwerk erstellen."

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