8 Prognosen im Check

Mobile Trends: Wo Forrester irrte

18. Januar 2013
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Analyst Thomas Husson überprüft seine Mobile-Vorhersagen fürs Vorjahr. Falsch lag er bei Mobile-Strategien für Tablets, richtig bei seiner Blackberry-Prognose.
Tablet-Strategien gibt es bislang nur bei fortschrittlicheren Unternehmen.
Tablet-Strategien gibt es bislang nur bei fortschrittlicheren Unternehmen.
Foto: Minerva Studio - Fotolia.com

Im Mobile-Bereich wurden vergangenes Jahr drei Meilensteine erreicht: Es gibt mittlerweile mehr als eine Million Apps, und bei den Tablet- und Smartphoneverkäufen überschritten die Verkaufszahlen 2012 die magischen Marken von 100 Millionen beziehungsweise einer Milliarde. Zum Jahresende bewertet Forrester-Analyst Thomas Husson, wie sich die Mobile-Themen entwickelt haben, die er vor einem Jahr zu Trends erklärt hat.

1. Entgegen der Erwartung kaum Mobile-Strategien für Tablets: Husson beobachtet bislang nur bei den fortschrittlicheren Unternehmen, dass sie ihre mobile Strategie über SmartphonesSmartphones hinaus auf Tablets ausweiten. Wie lohnend das sein kann, zeigt sein Beispiel eines Online-Shops, der bereits acht Monate nach der Einführung einer iPad-App ein Zehntel seines Online-Umsatzes über Tablets macht. Alles zu Smartphones auf CIO.de

Mehr Betonung auf Kundenerlebnis und Design mobiler Dienste

2. Mobile Dienste differenzieren sich noch nicht durch ihre Aufmachung: In der Tat beobachtete Husson wie von ihm prognostiziert, dass in diesem Jahr mehr Wert auf das Kundenerlebnis und das Design gelegt wurde. Seine Trendprognose sieht er dennoch nicht bestätigt, weil das Kundenerlebnis ihm nicht genügte oder die mobilen Inhalte noch nicht relevant genug waren. Ebenso wie beim ersten Punkt gibt es Ansätze, doch die Entwicklungen sind noch nicht so weit fortgeschritten. Viele Unternehmen, so Husson, müssten noch an den Basics arbeiten.

3. Digitale Brieftaschen: Der Forrester-Analyst erwartete, dass Smartphones 2012 nicht nur das Bezahlen möglich machen, sondern auch das Sammeln von Belegen, Gutscheinen oder Treuepunkten. Mit O2 Wallet, Visa V.me und Apples Passbook hat sich in diesem Jahr zwar einiges getan, doch Husson rechnet 2013 mit mehr Bewegung in diesem Bereich.