Trend zu BI und Managed Services

Mobiles ERP wird zur Pflicht

26. April 2013
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
CIOs aus der Prozessindustrie bevorzugen integrierte ERP-Software statt Best-of-Breed-Lösungen. Laut einer Studie gewinnen künftig mobile BI und Managed Services an Bedeutung.

Die Auswahl und Implementierung eines ERP-Systems stellt für Unternehmen eine strategische Entscheidung dar. 88 Prozent der CIOs favorisieren bei der ERP-Auswahl ein integriertes IT-System. Von dessen Einsatz versprechen sie sich effizientere und stabilere Geschäftsprozesse.

Beim ERP ist Integration Trumpf

Sie scheuen den Integrationsaufwand, der mit der Wahl von spezialisierten Einzellösungen anfällt. Dazu zählen etwa die Einrichtung und Pflege von Schnittstellen sowie Datenübertragungen zwischen verschiedenen Anwendungen. Nur elf Prozent der IT-Leiter wollen ihre Betriebsabläufe auf Grundlage eines "Best-of-Breed"-Ansatzes mit mehreren Speziallösungen abbilden.

Das sind zwei Kernergebnisse des ERP Trend Report 2013 für die Prozessindustrie, den das Hamburger Beratungshaus Softselect zusammen mit dem ERP-Anbieter Infor durchgeführt hat. IT-Entscheider wollen insbesondere, dass klassische ERP-Kernbereiche möglichst eng miteinander verknüpft sind, wie etwa die Logistikprozesse und das Warehouse Management (89 Prozent) sowie das Rechnungswesen (87 Prozent).

84 Prozent fordern, dass ein ERP-Komplettsystem auch Scanner-Anwendungen integriert und 72 Prozent wollen eingebundene Funktionen für die Produktentwicklung und die Verwaltung von Rezepturen. Für 41 Prozent der Umfrageteilnehmer sind außerdem Workflow-Komponenten ein wichtiger Bestandteil. Damit lassen sich Prozesse wie das Weiterleiten von Dokumenten, die Rechnungsverarbeitung oder Freigabeverfahren automatisieren.

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