Projektmanagement


Sharepoint als PM-Werkzeug

Modernes Projektmanagement mit Sharepoint

02. Dezember 2014
Dr. Sönke Frantz ist Senior IT-Consultant der evodion Information Technologies GmbH.
Für Unternehmen, die ein modernes Projektmanagement umsetzen möchten, bietet sich der Einsatz von Sharepoint an. Flexibilität und Integration in die Office-Struktur sind nur zwei Gründe, die dafür sprechen.

Klassische Projektmanagement-Applikationen unterstützen die Projektverantwortlichen in der Regel mit Funktionen zur Planung, Verwaltung und Steuerung von Projekten, Aufgaben und Ressourcen. Weitere Funktionen dienen der Verwaltung und Bereitstellung von Dokumenten und dem Controlling. Typische Elemente sind unter anderem Projektziele und Anforderungsdokumentation, Projektpläne, Aufgabenlisten mit Aktivitäten- und Terminplanung, Fortschrittskontrolle, Kalender, Kontrollmechanismen für die Feststellung von Abweichungen sowie ReportingReporting, Risiko- und Qualitätsmanagement. Alles zu Reporting auf CIO.de

Diese dokumentenzentrierte Sicht stößt jedoch zunehmend an Grenzen. In den vergangenen Jahren sind die Anforderungen an Geschwindigkeit, Mobilität und Usability deutlich gestiegen - ein anhaltender und globaler Trend. Doch allein mit der Organisation von Dokumenten wird man der zunehmenden Komplexität nicht gerecht, zumal immer häufiger mit standort- und unternehmensübergreifenden Projektteams und -partnern gearbeitet wird. Räumliche Distanzen und zeitliche Verschiebungen müssen in einer Projektmanagementsoftware daher durch entsprechende Komponenten und Funktionalitäten aufgehoben werden.

Kollaboratives Projektmanagement: Modernes Projektmanagement muss die Funktionen zur Zusammenarbeit entsprechend mitbringen.
Kollaboratives Projektmanagement: Modernes Projektmanagement muss die Funktionen zur Zusammenarbeit entsprechend mitbringen.
Foto: evodion Information Technologies GmbH

Im Gegensatz zum klassischen ProjektmanagementProjektmanagement (PM), das vorwiegend auf einer prozessorientierten Sicht mit den Phasen Initiierung, Planung, Ausführung, Steuerung und Abschluss basiert, benötigt das moderne PM ein ergänzendes Bündel kollaborativer Funktionen. Herkömmliche Projektverfahren weisen häufig bestimmte Schwachstellen auf, die zu Zeitfressern werden, zum Beispiel: Alles zu Projektmanagement auf CIO.de

• Ergebnisse und letzten Abstimmungsstand aus Korrespondenz suchen und zusammenstellen,

• finale Protokollfassung zum letzten Statusmeeting suchen,

• Kontaktdaten pflegen,

• Einladungen für Meetings manuell verschicken,

• personalisierte Aufgabenliste zusammenstellen, basierend auf dem letztem Statusmeeting,

• Projektdokumente gemeinsam mit dem Team erstellen und überarbeiten (gleichzeitiges Arbeiten wird in der Regel nicht unterstützt).

In der Regel werden diese nichtproduktiven Aufwände zum Leidwesen der Projektleiter mit zunehmender Teamstärke immer größer und steigen dabei nicht linear, sondern exponentiell an.

Ineffektive Dokumentenablage

Fehlende Leitfäden und Vorgaben zur Durchführung eines Projekts führen häufig dazu, dass eine unübersichtliche und ineffektive Dokumentenablage entsteht. Dateien unterschiedlichster Kategorien und Typen werden meist unstrukturiert auf Serverpfaden hinterlegt, oft mehrfach und ohne Restriktionen bezüglich der Benennung oder gar Versionsverwaltung. Ein weiterer Nachteil dieser Art der Dateiverwaltung ist die Rechteverwaltung. Die Freigabe von Netzlaufwerken bietet nur unzureichende Sicherheit und ermöglicht keine Rechtevergabe für einzelne Unterordner oder Dateien.

Außenstehende bekommen so entweder zu viele Rechte oder, im Extremfall, gar keinen Zugang. Darüber hinaus lassen sich keine Workflows implementieren, die jedoch für einen reibungslosen Projektablauf unverzichtbar sind. Das Wiederauffinden der unstrukturierten Word-, Excel- oder PowerPoint-Dateien ist ohne den Einsatz von Metadaten und ohne Volltextindizierung schwierig bis unmöglich, wenn der Suchalgorithmus letztlich auf den Namensbaum der Dateiablege reduziert ist.

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