Tado

Münchner Start-up will Klimaanlagen vernetzen

12. Mai 2014
Das Münchner Start-up Tado setzt mit der Vernetzung von Klimaanlagen zum Sprung auf den Weltmarkt an. Die Firma will ein Zusatzgerät verkaufen, das nahezu jede Klimaanlage mit Fernbedienung über das Smartphone steuerbar macht.

Tado hat dabei ganz besonders auch den US-Markt im Visier, in dem der von GoogleGoogle übernommene
Thermostat-Hersteller Nest zuhause ist. Alles zu Google auf CIO.de

Tado will bei der Finanzierungsplattform Kickstarter 150.000 Dollar einsammeln, um das Gerät fertigzuentwickeln und den Vertrieb zu organisieren. Die Münchner gaben sich dafür einen Monat Zeit. Nach wenigen Stunden war am Montag über ein Zehntel der Summe eingesammelt.

Die Idee ist, dass sich die Klimaanlage automatisch abschaltet, wenn die Bewohner ihr Zuhause verlassen. Wenn sie sich ihrem Heim wieder nähern, sollen die Räume wieder rechtzeitig vorgekühlt werden. Wenn man sich im Haus bewegt, passt das Gerät die Temperatur in den Zimmern an. Dafür setzt Tado unter anderem auf Apples iBeacon-Technologie mit Bluetooth-Funk.

Tado rüstet seit dem Start 2011 Heizungen für die Bedienung per Smartphone auf. Mit dem Gerät für Klimaanlagen rückt die Firma in einen neuen Markt vor und greift dabei auch die kalifornische Firma Nest an, die bisher den Löwenanteil der Aufmerksamkeit in dem Geschäft bekam. Google hatte Anfang des Jahres 3,2 Milliarden Dollar für Nest bezahlt. Der vom ehemaligen Apple-Manager Tony Fadell geführte Hersteller vernetzter Thermostate und Rauchmelder hat auch große Expansionspläne in Europa. (dpa/rs)

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