Internet-Plattform

"Museum-Digital" präsentiert Zehntausende Exponate

14. April 2014
Vom Mammutknochen bis zum Computerspiel: Deutsche Museen zeigen ihre Exponate zunehmend online. Die Plattform "Museum-Digital" startete als Pilotprojekt vor fünf Jahren in Sachsen-Anhalt. Inzwischen beteiligen sich bundesweit Museen.

Fünf Jahre nach dem Start von "Museum-Digital" nutzen bundesweit rund 300 Museen die Internet-Plattform und präsentieren ihre Exponate online. Sammlungen und Objekte seien weltweit für Wissenschaft, Schule und für das allgemeine Publikum im Internet verfügbar, teilte Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) am Montag mit. Der Initiative des Museumsverbandes Sachsen-Anhalts haben sich inzwischen unter anderem Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen angeschlossen.

Unter www.museum-digital.de werden die Objekte in der Regel mit Foto und einer ausführlichen Beschreibung vorgestellt. Bundesweit können auf der Internetseite etwa 33.000 Objekte bestaunt werden. Wissbegierige können sich so innerhalb von Sekunden durch die Jahrhunderte klicken. Vom Mammutknochen aus dem Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle über den Bergbau-Beamtenfrack aus dem 19. Jahrhundert aus Siegen bis hin zur Pinball-CR-Rom der 90er Jahre aus dem Computer-Spielemuseum in Berlin finden Stöberer Tausende Unikate.

Rund 6.500 Museen gibt es in Deutschland. "Kaum ein Museum kann alle von ihm verwahrten Objekte gleichzeitig zeigen. Vieles muss - kaum beachtet - in den Depots verbleiben", sagte Susanne Kopp-Sievers, Geschäftsführerin des Museumsverbands. Noch fehle jedoch vielen Museen das Personal, um die abfotografierten Exponate ins Internet zu stellen. (dpa/rs)

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