Public IT


Merkel ausgespäht?

Nach Hacker-Angriff auch Computer der Regierung auf Prüfstand

20. Mai 2015
War die jüngsten Angriffe auf das interne Datennetz des Bundestages gravierender als bislang angenommen? Jetzt soll geprüft werden, ob auch Computer der Kanzlerin von der Cyber-Attacke betroffen waren.

Der jüngste Hackerangriff auf Computer des Bundestages hat womöglich die RegierungRegierung getroffen. Zur Aufklärung der Attacke auf das interne Datennetz würden auch Rechner von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und anderen Regierungsmitgliedern überprüft, sagte ein Sprecher des Bundestags am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Bis jetzt sind keine neuen Angriffe festgestellt worden", sagte er. "Ein durch die Angriffe herbeigeführter Datenabfluss ist nicht nachweisbar." Alles zu Public IT auf CIO.de

Reichstag in Berlin, Sitz des Deutschen Bundestags
Reichstag in Berlin, Sitz des Deutschen Bundestags
Foto: Thomas Cloer (CC BY-NC-SA 2.0)

Auf Anfrage wollte die Bundestagsverwaltung keine näheren Angaben zum Spähangriff machen, "um die weiteren Abwehrmaßnahmen nicht zu gefährden." Unter Berufung auf Parlamentskreise hatte "Spiegel Online" bereits am Dienstag berichtet, dass womöglich auch Computer von Regierungsmitgliedern vom Hackerangriff betroffen sein könnten.

Am Freitag war bekanntgeworden, dass Bundestags-Computer Ziel einer bislang beispiellosen, mehrtägigen Attacke unbekannter Hacker geworden waren. Die Hacker hatten nach dem Bericht von "Spiegel Online" bei ihrer Attacke Anfang Mai zunächst die Computer einer Fraktion mit einem sogenannten Trojaner infiziert und sich so Zugang zu Administrator-Passwörtern verschafft. Damit sei es ihnen gelungen, ins gesamte Bundestags-Netzwerk einzudringen.

Dabei versuchten die HackerHacker demnach offenbar mehrfach, "umfangreiche Datenmengen" abzuzweigen. Nach dem Bericht muss das Computer-System des Bundestags eventuell sogar komplett neu eingerichtet werden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sollen die Attacke nun aufklären. (dpa/tc) Alles zu Security auf CIO.de

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