Kampf um wertvolle Frequenzen

Netzagentur droht E-Plus und Telefonica Deutschland

05. August 2013
Den Mobilfunkern E-Plus und Telefonica Deutschland mit der Marke O2 droht einem Pressebericht zufolge bei einer Fusion der Verlust wertvoller Frequenzen.

GSM- und UMTS-Lizenzen seien an die "wettbewerbliche Unabhängigkeit geknüpft, zitiert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" aus einem Brief der Bundesnetzagentur an die beiden Mobilfunkanbieter. "Im äußersten Fall kann die Bundesnetzagentur das durch einen Widerruf der betroffenen Frequenz-Zuteilung durchsetzen", schreibt die Bundesnetzagentur. Im Juli hatten E-Plus und O2 ihren Zusammenschluss angekündigt.

Ein E-Plus-Sprecher bestätigte der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX lediglich den Eingang eines Briefes der Netzagentur. Die Gespräche mit der Netzagentur stünden noch ganz am Anfang, so der Sprecher. Die Deutsche Telekom ruft bereits nach dem Regulierer. "Sollte es zu dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen kommen, gäbe es ein massives Ungleichgewicht bei den Frequenzen oberhalb von 1.000 Megahertz", sagte ein Telekom-Sprecher der Zeitung. Nun macht die Netzagentur Druck. Möglichst innerhalb von zwei Wochen sollen sich die beiden Unternehmen zu ihrer angestrebten Frequenzausstattung äußern.

In einem vergleichbaren Fall ist es dem Bericht zufolge ebenfalls so gelaufen. Als die Deutsche Telekom ihr Mobilfunkgeschäft in Großbritannien mit France Telecom zusammenlegte, widerriefen die britischen Behörden einen Teil der Frequenzen, um sie daraufhin an die Konkurrenten zu versteigern. (dpa/rs)

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