Top 10 Großunternehmen - Michael Kranz, Krones AG

Netzwerker vs. Kleingeister

Simon verantwortet als Program Manager Executive Education die Geschäftsentwicklung und die Inhalte des IDG-Weiterbildungsangebots an der Schnittstelle von Business und IT. Zuvor war er rund zehn Jahre lang als (leitender) Redakteur für die Computerwoche tätig und betreute alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz.
Da war MUSIK drin: Fast vier Jahre lang stellte Michael Kranz die IT des Oberpfälzer Abfüllanlagenherstellers Krones vom Kopf auf die Füße.
Foto: Krones, Michael Kranz

"Mitarbeiterentwicklung Und Serviceorientierung für das Informationsmanagement von Krones" - oder einfach kurz MUSIK: So nannte sich das Mammutprojekt, mit dem der Bereichsleiter Informationsmanagement im März 2007 an den Start ging. Das Ziel war die Industrialisierung der gesamten Krones-IT unter Verwendung des Itilv3-Frameworks. Für eine produktivere, an den unternehmensinternen Kundenwünschen ausgerichtete IT sollten unter anderem die Zuständigkeiten für bestimmte Aufgaben klar geregelt werden. Das war neben einer höheren Kosten- und Leistungstransparenz die größte Herausforderung, der sich Kranz und seine Mannschaft stellen mussten.

"Zu Beginn der Einführung eines zentralen Service Desk fühlten sich einige Anwender ihres Direktkontakts in den IT-Bereich beraubt. Heute ist der Service Desk nicht mehr wegzudenken, da seine Leistung und Transparenz überzeugen", resümiert der CIO auch Widerstände in der Belegschaft. "Es hat sich über viele Stufen ein Lernprozess ergeben, der mich im Rückblick sagen lässt: Was wir getan haben - besonders die großen Schritte -, war notwendig und richtig."

Der Coach

Die Vermittlung von notwendigen Veränderungen in Projekten erfordert vor allem eines: Kommunikation. Deshalb ist der nach eigenen Worten "offen, zielorientiert und analytisch denkende Netzwerker" der richtige Mann am richtigen Ort. Der 48-Jährige begreift einen Großteil seiner täglichen Arbeit auch als Coaching der Mitarbeiter - fast 50 Prozent seiner Arbeitszeit bestehen aus PersonalführungPersonalführung und Kommunikation. Alles zu Personalführung auf CIO.de

Das betrifft nicht nur die regelmäßigen Absprachen mit dem ihm direkt überstellten Finanzvorstand, sondern in erster Linie die Diskussionen mit seinen 185 IT-Mitarbeitern, von denen er sich bei fundierten Argumenten auch schon einmal von der eigenen Meinung abbringen lässt. Der Diplominformatiker Kranz ärgert sich über "Leute, die kleingeistig unterwegs sind". Er selbst möchte mit gutem Beispiel vorangehen und legt neben sachlichen Gesprächen viel Wert auf die Motivation der Belegschaft: "Diese Impulse im Sinne eines Coachings sind mir sehr wichtig."