Umstrittene Tracking-Methode

Neue Gefahr Browser Fingerprints

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
vor Online-Kriminellen Eine neue Tracking-Methode namens Browser Fingerprints sorgt in den USA für Furore. Ursprünglich zum Schutz von Banken entwickelt, bedroht die Software die Datensicherheit privater Surfer.

Erik Larkin macht gern große Worte: Im "Wettrüsten zwischen Online-Werbern und Web-Surfern" ziehen erstere mit einer neuen "fetten Kanone" ins Feld, schreibt der Autor unserer US-Schwesterpublikation PC World. Die neue Kanone der Werber heißt Browser Fingerprinting und ist eine Tracking-Methode.

Wie Larkin schreibt, sammelt die neue Methode Daten über Browser und Betriebssystem zusammen, etwa Plug-Ins und System Fonts. Hinzu kommt, dass Informationen darüber erfasst werden, wie der Anwender tippt, beispielsweise Geschwindigkeit oder bestimmte Muster. Diese einzelnen Merkmale geben noch keinen Hinweis auf den Nutzer, so Larkin. Die Kombination der Merkmale schon.

Er vergleicht das mit der Beschreibung eines Menschen. Das Adjektiv "braunhaarig" allein identifiziert noch niemanden. Werden Merkmale ergänzt wie Körper- und Schuhgröße oder Besonderheiten wie "rechter großer Zeh verformt", schränkt sich der Personenkreis schon sichtbar ein.

Eigentlich sollte Browser Fingerprinting friedlichen Zwecken dienen: Die Software wurde entwickelt, damit sich BankenBanken vor Betrügern schützen können. Mittlerweile jedoch biete eine Firma die Lösung kommerziellen Werbetreibenden an. Top-Firmen der Branche Banken

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