Laxer Umgang mit Datenschutz

Neue Risiken beim Personalmanagement

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
HR-Abteilungen unterschätzen neue Datenschutzfragen durch Cloud, Social Media und HR-Tools. Das ergab eine Studie von Bitkom, Kienbaum und FAZ-Institut.

In vielen deutschen Unternehmen läuft ohne IT-Lösungen beim Personalmanagement nichts mehr. Human-Resources(HR)-Manager haben in den letzten Jahren zunehmend in spezielle Software-Tools für das Human Capital Management (HCM) investiert, um die Personalprozesse effizienter zu machen. Verstärkt werden personalwirtschaftliche Prozesse inzwischen in Cloud-basierten Lösungen abgebildet, die im RechenzentrumRechenzentrum eines externen Dienstleisters stehen. Dorthin sind auch die Mitarbeiter- und Bewerberdaten ausgelagert. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Cloud und Social Media bedrohen HR-Sicherheit

HR-Verantwortlichen ist der Schutz von Mitarbeiter- und Bewerberdaten lästig. Der Umgang mit dem Datenschutz ist entsprechend lax.
HR-Verantwortlichen ist der Schutz von Mitarbeiter- und Bewerberdaten lästig. Der Umgang mit dem Datenschutz ist entsprechend lax.
Foto: Bitkom

Doch der Einsatz moderner IT-Technologien verändert die IT-Landschaften. Das verunsichert HR-Verantwortliche, denn sie wissen nicht, welche datenschutzrechtlichen Auswirkungen dies auf die Personalarbeit hat. Das ist ein Kernergebnis der Studie "Datenschutz im Personalmanagement 2012", welche die Servicegesellschaft des Bitkom in Kooperation mit der Beratungsfirma Kienbaum Management Consultants und dem F.A.Z.-Institut durchführte.

78 Prozent der Befragten bejahen die Frage, ob die Nutzung einer webbasierten Software für das Bewerbermanagement die vorhandenen Datenschutzregelungen beeinflusst. 74 Prozent glauben, dass sich die Einführung einer elektronischen Personalakte darauf auswirkt. Ebenso viele sehen in der Präsenz ihres Unternehmens als Arbeitgeber auf Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Xing datenschutzrechtliche Risiken.

Der Umfrage zufolge gehen 72 Prozent der Manager davon aus, dass die Verlagerung von HR-Prozessen und -Daten in die Cloud zu Problemen beim DatenschutzDatenschutz führen kann. 59 Prozent sind der Ansicht, dass der Aufbau unternehmensweiter Talent-Management-Prozesse in einer speziellen HR-Lösung rechtliche Aspekte bei der Personalarbeit berührt. Alles zu Datenschutz auf CIO.de