IFA-Highlights

Neue Tablets mit Android und Windows

12. September 2013
Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Auf der IFA in Berlin zeigten die Hersteller neben hochauflösenden Fernsehern und intelligenteren Haushaltsgeräten auch neue Tablets, Smartphones und Touch-PCs auf Basis von Windows und Android.

Zu den zahlreichen Neuvorstellungen auf der IFA zählten dieses Jahr viele Tablets. Fast stahl mancher der Winzlinge den klassischen Exponaten wie Fernseher oder Kühlschränke (die jetzt Kameras erhalten und vernetzt werden) die Show. Neben Systemen mit Android zeigten die Hersteller auch neue Tablets auf Basis von Windows 8 und dem kommenden Update Windows 8.1.

Samsung: Galaxy Note und Galaxy Gear

Den Start machte Samsung. Der Hersteller zeigte zunächst das Samsung Galaxy Note 3, ein Smartphone mit 5,7 Zoll Bildschirmdiagonale. Dieser zeigt Inhalte in Full HD, also mit 1920 x 1080 Pixeln an. Das Gerät wird es in zwei Versionen geben: Die LTE-Version erhält einen Quad-Core-Prozessor mit 2,3 GHz, die Nicht-LTE-Version wird mit einem Samsung-eigenen Acht-Core-Prozessor ausgestattet. Auf dem Smartphone wird Android in Version 4.3 laufen. Das Galaxy Note wird zudem Samsung Knox unterstützen, eine spezielle Erweiterung, die vor allem in Firmenumgebungen für eine leichtere Integration sorgen soll. Wer es etwas größer haben möchte, für den hat Samsung das Tablet Galaxy Note 10.1 in einer neuen Auflage präsentiert. Dieses bietet keine Telefonfunktionen, aber dafür LTE oder 3G. Auch hier ist die Aufteilung ähnlich wie beim Note 3: Die LTE-Version erhält einen Quad-Core mit 1,9 GHz, wer die Variante ohne LTE kauft, der kommt in den Genuss eines 2,3 GHz Achtkerners. Beide Systeme lassen sich nicht nur per Touch bedienen, sondern unterstützen zusätzlich eine Stifteingabe.

Samsung stellte außerdem das Galaxy Gear vor, eine smarte Uhr, die mit den Galaxy-Smartphones zusammenarbeiten wird. Diese wird per Sprache gesteuert und soll dem Nutzer zahlreiche Informationen zum Smartphone anzeigen. Der Akku wird 25 Stunden lang für Energie sorgen - also etwas mehr als einen Tag durchhalten.

Sony: Smartphones und Windows-Tablets

Sony hat ebenfalls seine Android-Produktreihe erweitert. Mit dem Xperia Z1 kommt ein neues Android-Flaggschiff in den Handel - und das besitzt technische Spezifikationen, die sich durchaus sehen lassen können. Das Z1 bringt nicht nur eine Kamera mit 20,7 Megapixeln und einen 2,2 GHz schnellen Quad-Core-Prozessor mit, sondern ist es gegen Staub und Wasser besonders geschützt. Das Sony Xperia Z1 erfüllt die Vorgaben IP55 und IP58. Das 5-Zoll-große Display zeigt Inhalte mit 1920 x 1080 Pixeln an. Sony wird das Z1 ab dem dritten Quartal für einen UVP von 649 Euro verkaufen.

Sony erweitert zusätzlich sein Angebot an Windows-8-Geräten mit Touchscreen. Das Vaio Tap 11 ist ein reines Windows-8.1-Tablet, es ähnelt dem Surface von Microsoft. Die Bildschirmdiagonale liegt bei 11,6 Zoll (29,4 Zentimeter), Inhalte löst es mit 1920 x 1080 Pixel auf. Im Inneren stecken eine SSD sowie der neue Chipsatz von Intel. Ähnlich wie beim Microsoft Surface kann man beim Vaio Tab 11 eine externe Tastatur anklicken. Das Tablet wird ab Oktober im Handel sein, je nach Ausstattung liegt der empfohlene Preis bei 799 Euro beziehungsweise 1199 Euro.

Ebenfalls mit Touchscreen ausgestattet ist das Vaio Fit MultiFlip, ein Convertible mit Windows 8.1 Hier lässt sich der Bildschirm umklappen und über der Tastatur ablegen. Das Notebook wird es mit 13 und 15 Zoll geben, Sony liefert die Geräte mit verschiedenen Auflösungen bis hin zu 2880 x 1620 Pixel. Im Inneren arbeitet ein Intel Hasswell Chipsatz, der von einer Nvidia Grakifkarte unterstützt wird. Die Geräte sind ab Oktober erhältlich und kosten zwischen 799 Euro und 1499 Euro.

Lenovo: Neue Flex-Serie und ein Yoga für Unternehmen

Lenovo zeigte auf der IFA ebenfalls neue Geräte, fokussierte sich dabei aber vor allem auf Windows 8. Interessant ist dabei das Thinkpad Yoga. Es basiert auf dem relativ guten Yoga-Tablet und zielt vor allem auf den Einsatz in Unternehmen. Es bietet ein Multi-Touch-Display mit 12,5 Zoll und wahlweise HD- oder Full-HD-Auflösung. Interessant ist das Lift-and-Lock-System: Dabei ziehen sich die Tasten des Yoga Pro ins Gehäuse zurück, wenn es im Tablet-Modus genutzt wird. Preise und Verfügbarkeit wird Lenovo noch bekanntgeben.

Neu zur Ifa ist di Flex-Serie. Diese gibt es in drei Ausführungen, mit 14, 15 und 20 Zoll Bildschirmen. Die Geräte zählen zu den Convertibles, sie lassen sich also vom normalen Desktop-Modus in ein Tablet verwandeln. Entsprechend sind alle Geräte mit einem berührungssensitiven Bildschirm ausgestattet. Allerdings ist die Auflösung im Vergleich zu den Sony-Geräten niedriger - Lenovo bietet 1366 x 768 Pixel bei den kleineren Geräten, die 20-Zoll-Variante bietet eine HD+ Auflösung. Die Preise für Flex 14 und Flex 15 liegen bei 449 und 519 Euro, das Flex 20 fängt bei 999 Euro an.

HP kommt zurück in den Tablet-Markt

Bevor HP mit dem WebOS-Tablet strauchelte, unterhielt der Konzern eine recht gute Abteilung für mobile Geräte - mit dem HP Slate 8 Pro will das Unternehmen offensichtlich an frühere Erfolge anknüpfen. Es hapert leider noch an konkreten Informationen, fest steht aber, dass das Slate 8 mit Android als Betriebssystem kommen wird, angetrieben von einem Tegra 4 Chipsatz von Nvidia. Der offizielle Marktstart soll im Oktober erfolgen, spätestens dann dürften neue Informationen vorliegen (etwa, ob HP auch ein Slate mit Windows 8 RT in der Mache hat).

Panasonic: 20 Zoll Tablet mit 4K-Auflösung

Es gibt Geräte, da wird einem zu Anfang nicht so ganz klar, wer das nutzen soll - allerdings will man es haben. In diese Kategorie fällt ganz klar das Toughpad 4K von Panasonic. Es bietet eine 20-Zoll-Bildschirmdiagonale mit einer 4K-Auflösung - das bedeutet 3840 x 2560 Pixel. Das Tablet bringt 2,35 Kg auf die Waage und wird von einem Core i5 angetrieben.

Ebenso groß wie die Auflösung ist der Preis: Panasonic ruft 4509 Euro (plus Mwst) auf. Das zeigt schon, dass die Zielgruppe eher Unternehmen als Einzelkunden sind. Panasonic selbst nennt "die Darstellung großer Bilder, A3-Zeichnungen, digitaler Broschüren und Multimedia-Materialien" als Anwendungsbeispiele. (cio.de/mb)