Joe Kaeser

Neuer Siemens-Chef will vor allem Ruhe

31. Juli 2013
Der neue Siemens-Chef Joe Kaeser will den Konzern nach dem Chaos der vergangenen Wochen nun schnell wieder in ruhiges Fahrwasser bringen. Dies habe "höchste Priorität", sagte Kaeser bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in München.

"Die Dinge, die nicht so gut gelungen sind, müssen korrigiert und verbessert werden. Nicht durch viel Reden, sondern durch harte Arbeit." Kaeser war am Mittwoch vom Aufsichtsrat zum neuen Siemens-Chef berufen worden. Er löst den glücklosen Peter Löscher ab, der über eine Serie von Rückschlägen stürzte.

Siemens müsse bei Siemens wieder über allem stehen, sagte Kaeser. "Diesem Credo werden wir uns alle unterordnen." Dabei gehe es ihm nicht um einen Neuanfang, sondern um eine Fortentwicklung des Konzerns. "Ich werde nicht versuchen, Siemens neu zu erfinden, das ist auch gar nicht nötig", sagte Kaeser. Ein neues Renditeziel wollte Kaeser nach der Gewinnwarnung in der vergangenen Woche nicht aufstellen. Das wäre "unklug" und überstürzt, sagte Kaeser. (dpa/rs)

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