Produktpräsentation von Microsoft

Neues Surface-Tablet als Notebook der Zukunft

21. Mai 2014
Bislang hinkt Microsoft bei Tablet-Computern hinterher. Ein größeres Modell des hauseigenen Surface soll das ändern. Was indes weiterhin fehlt, ist ein Mini-Tablet von Microsoft.

Microsoft will mit einem größeren und gleichzeitig schlankeren Tablet-Computer das Notebook ersetzen. Der Windows-Riese stellte das neue Gerät namens Surface Pro 3 in New York vor. Gleichzeitig blieb MicrosoftMicrosoft ein von vielen Beobachtern erwartetes Mini-Tablet schuldig. Von den Stückzahlen her wuchs diese kleine, günstige Klasse zuletzt am schnellsten. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Das Surface Pro 3 hat einen 12-Zoll-Bildschirm im Unterschied zum Vorgänger mit 10,6 Zoll. Entsprechend steigt die Auflösung. Gleichzeitig ist das neue Tablet dünner und leichter. Der eingebaute Klappständer ist nun annähernd stufenlos einstellbar, beim Surface Pro 2 rastete er in zwei Positionen ein. Auch die dazugehörige Tastatur und die Eingabe per Stift wurden verbessert. Das Gerät läuft mit Intel-Prozessoren und Windows 8Windows 8.1 als Betriebssystem. Alles zu Windows 8 auf CIO.de

"Mit diesem Tablet kann man das Notebook ersetzen", sagte Spartenchef Panos Panay über das Surface Pro 3. Der neue Microsoft-Chef Satya Nadella legt ein starkes Gewicht auf den Ausbau des mobilen Geschäfts. So schloss er die Übernahme von Nokias Handygeschäft im April ab und machte Windows kostenlos für SmartphonesSmartphones und kleinere TabletsTablets. Das soll den Preis für den Endkunden senken. Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Das Surface Pro 3 ist in den USA je nach Ausstattung ab 799 Dollar (583 Euro) zuzüglich Steuern zu haben. Vorbestellungen sind ab diesem Mittwoch möglich, der eigentliche Verkauf beginnt ab 20. Juni. In Deutschland ist das Gerät ab Ende August erhältlich. In Deutschland ist das Gerät ab 799 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) zu haben. Die teuerste Variante kostet 1949 Euro. Ein Cover mit Tastatur schlägt mit weiteren 130 Euro zu Buche.

"Produkte für alle Seiten des Lebens"

Statt zu einem Windows-Notebook greifen viele Kunden mittlerweile lieber zu einem Tablet oder einem MacBook-Computer von AppleApple. Microsoft hatte es jedoch nicht geschafft, seine Marktdominanz aus dem PC-Markt in die mobile Welt hinüberzuretten. Statt mit Windows läuft der Großteil der Tablets und auch Smartphones mit Googles Android-System oder es handelt sich um iPads und iPhones von Apple. Alles zu Apple auf CIO.de

"Wir wollen Produkte, mit denen man mehr schafft", sagte Nadella bei seinem Auftritt in New York. "Wir wollen Produkte für alle Seiten des Lebens." Nach Analystenschätzungen werden voraussichtlich im kommenden Jahr erstmals mehr Tablets als klassische PC verkauft. Die einst gigantischen Zuwachszahlen bei Tablets hatten sich zu Beginn des Jahres allerdings abgeschwächt. Viele Verbraucher haben sich gerade erst ein neues Gerät gekauft oder greifen zu Smartphones mit großen Bildschirmen.

Microsoft hatte die erste Generation der Surface-Tablets Mitte 2012 vorgestellt, die zweite folgte im September vergangenen Jahres. Die Verkaufszahlen waren zunächst enttäuschend. Die Geräte waren aber auch als Weckruf an die PC-Hersteller gedeutet worden, ihre eigenen Bemühungen um Windows-Tablets voranzutreiben. Bis zu dem Zeitpunkt gab es kaum Angebote.

Mittlerweile sind diverse Modelle auf dem Markt, darunter viele Mischformen aus Tablets und Notebooks mit umklappbaren Bildschirmen oder abnehmbaren Tastaturen. "Wir wollen nicht mit den Computerbauern konkurrieren", versicherte Nadella. Microsofts Quartalsumsatz mit den Surface-Geräten legte zuletzt binnen eines Jahres um 50 Prozent auf 500 Millionen Dollar zu - in einem viele Milliarden Dollar schweren Gesamtmarkt.

"Auch wenn der Marktanteil noch klein ist, nehmen Windows-Geräte weiter Fahrt auf", erklärte IDC-Experte Jitesh Ubrani jüngst. Die Schätzung für den Marktanteil schwankt je nach Analysehaus zwischen 2 und 4 Prozent. "Mit etwa zwei Dritteln Marktanteil dominiert AndroidAndroid immer noch den Markt", erklärte Ubrani. Vor allem kleine, günstige Android-Tablets verkaufen sich in rauen Mengen. Kleinere Windows-Tablets von diversen Computerherstellern liegen preislich zumeist darüber. Apple, das mit dem iPadiPad vor vier Jahren den Tablet-Markt wiederbelebte, ist größter Hersteller mit rund einem Drittel der Verkäufe. Alles zu Android auf CIO.de Alles zu iPad auf CIO.de

Die kleinere Surface-Version sei in Entwicklung gewesen, aber Nadella und der neue Geräte-Chef Stehen Elop hätten sich gegen eine Markteinführung entschieden, schrieb die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Sie seien der Ansicht gewesen, dass sie sich zu wenig von Konkurrenz-Geräten unterscheide und kein Hit sein werde, hieß es. Außerdem sind bei den kleineren Tablets die Margen für die Hersteller wegen des Preisverfalls besonders niedrig. (dpa/tö)

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