Innovation von Ralph Lauren

Neues T-Shirt misst Puls und Atmung

13. Oktober 2014
Mobile Fitnessgeräte erobern die Modewelt: Ralph Lauren testete während der US Open ein neues T-Shirt, das Vitalfunktionen messen kann.
Bisher ist nicht bekannt, ob das Wearable-T-Shirt auf den Markt kommt.
Bisher ist nicht bekannt, ob das Wearable-T-Shirt auf den Markt kommt.
Foto: Ralph Lauren

Wearables werden tragbar - wortwörtlich: Der Bekleidungshersteller Ralph Lauren testete beim Tennisturnier US Open ein T-Shirt, das die Vitalfunktionen der Balljungen beobachtet. Im Fokus standen Puls, Atmung und das Stresslevel.

Das T-Shirt wurde in Zusammenarbeit mit OMsignal entwickelt, einem Hersteller biometrischer Sensoren. Der nötige Sensor wird in das Oberteil eingelegt und misst mithilfe von eingewebten leitfähigen Fäden die gewünschten Werte. Diese werden in eine Software übertragen, die die Daten auf Smartphone oder Computer darstellt.

Gegenüber der New York Times äußerte sich Marketingchef David Lauren zu dem Projekt. "Alle probieren sich gerade an Uhren und Stirnbändern oder schicken Sportschuhen aus. Wir haben direkt darüber nachgedacht, was wir Neues machen können und sind auf Kleidung gekommen."

Die Spezialtextilien sind allerdings nicht ganz billig: Mindestens 200 Dollar werden für ein Starterset mit Shirt und Fitnessmodul fällig. Das Shirt erfüllt neben der Aufnahme des Sensors noch eine weitere Funktion: Es erhöht laut Herstellerangaben die Muskelstabilität, sorgt für eine bessere Durchblutung und soll dabei helfen, Muskelkater zu verhindern.

Der Trend zu schicken, tragbaren Fitnessgeräten setzt sich bereits seit einer Weile in der Branche durch. Vor allem Startups haben sich diesem Trend verschrieben. Ein Beispiel ist Ringly, ein bisher nur in den USA verfügbares Wearable. Es sieht aus wie ein klassischer Ring. Dieser kann mit dem Smartphone gekoppelt werden und vibriert, sobald Nachrichten eintreffen oder jemand anruft.

Ebenfalls modisch ist die Moto 360 Smartwatch von Motorola. Diese sieht aus wie eine klassische große Herrenarmbanduhr, zeigt aber zusätzliche Informationen vom Smartphone an.

Bisher ist noch nicht bekannt, ob die T-Shirts mittelfristig auch von Ralph Lauren angeboten werden. Aber anstatt das Wearable auf einer speziellen Konferenz zu zeigen, nutzt Ralph Lauren eine der größten Sportveranstaltungen der Welt als Modenschau - wo die potenzielle Zielgruppe vermutlich zuschaut. (Wirtschaftswoche)