Buchtipp der CIO-Redaktion

Nicholas Carr: Wer bin ich, wenn ich online bin

16. März 2011
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
In seinem aktuellen Buch geht Nicholas Carr der Frage nach, wie das Internet unser Denken verändert.
Das Buch ist im Karl Blessing Verlag erschienen, hat 384 Seiten und kostet 19,95 Euro.
Das Buch ist im Karl Blessing Verlag erschienen, hat 384 Seiten und kostet 19,95 Euro.
Foto: Karl Blessing Verlag

Dass etwas anders ist, merkt der US-Amerikaner auch an sich selbst: Er kann sich nicht mehr auf lange Texte einlassen, stattdessen schweifen seine Gedanken nach ein oder zwei Seiten ab. Was der Autor an sich beobachtet, belegen bereits Studien: Kinder, die mit dem Internet aufwachsen, lesen beispielsweise nicht mehr stringent, sondern springen vielmehr im Text vor und zurück. Online-Texten schenken Internet-Nutzer sogar noch weniger Aufmerksamkeit als Gedrucktem und verweilen nur rund 20 Sekunden auf einer Seite.

Carr wählt in seinem Buch eine ähnliche Herangehensweise wie der deutsche Autor Richard David Precht. Er greift auf Philosophie, Geschichte, Neurowissenschaften und Medientheorien zurück, um herauszufinden, wie unser technologisiertes Umfeld uns verändert hat. Um sein Buch schreiben zu können, hat Carr seine Online-Aktivitäten übrigens eine Zeit lang auf das Nötigste reduziert.

Dieses Buch gibt es unter anderem bei Amazon.

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