Reaktion auf Finanzinvestoren

Nokia prüft Zusammenschluss mit Juniper

21. Februar 2014
Der finnische Telekomausrüster Nokia erwägt einem Pressebericht zufolge einen Zusammenschluss mit Juniper Networks.

Der Nokia-Vorstand und die Netzwerksparte NSN dächten darüber nach, die bestehende Vertriebskooperation mit dem US-Konkurrenten zu vertiefen und gegebenenfalls in einen Zusammenschluss münden zu lassen, wie das Manager-Magazin unter Berufung auf Kreise berichtet. Nokia will so Finanzinvestoren zuvorkommen. Diese könnten wegen des hohen Bargeldbestands aus dem Verkauf der Handysparte Interesse an einer Zerschlagung des Konzerns haben. Dem Bericht zufolge sollen
Hedge-Fonds bereits Nokia-Anteile angehäuft haben.

Nach dem geplanten Verkauf seiner Handy-Sparte für 5,4 Milliarden Euro an MicrosoftMicrosoft steht Nokia dem Bericht zufolge unter Druck, mit dem Erlös neue Betätigungsfelder aufzutun. Als Nummer drei im Markt werde Nokia es schwer haben, sich gegen Branchenführer Ericsson und Angreifer aus China wie Huawei zu behaupten. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Ein Schulterschluss mit Juniper würde vor allem das schwache US-Geschäft von NSN stärken. Dabei wird dem Bericht zufolge auch eine Übernahme Junipers durchgespielt. Der Kauf des US-Konzerns wäre für Nokia aber eine finanzielle Herausforderung: Über den aktuellen Börsenwert Junipers von knapp 14 Milliarden Dollar hinaus müsste Nokia den Aktionären eine Übernahmeprämie anbieten. Zudem wäre ein Zusammengang mit Juniper für Nokia noch kein strategischer Durchbruch. Juniper sei selbst ein Restrukturierungsfall. (dpa/rs)

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