Finance IT


Zwei-Jahres-Projekt

Nord/LB Luxembourg geht mit Avaloq live

05. November 2012
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Avaloq baut seine Stellung im Bankenmarkt aus. Jetzt ist die Nord/LB Luxembourg mit dem Banking System live gegangen. Erst im April dieses Jahres entschied sich auch die Frankfurter Bankgesellschaft für Avaloq, obwohl Analysten internationale Anbieter vorne sehen.

Nun auch die Nord/LB Luxembourg: 180 Angestellte wickeln ihr Tagesgeschäft über das Avaloq Banking System ab. Die Implementierung wurde binnen zwei Jahren abgeschlossen. Die Bank hat rund zehn Applikationen ersetzt.

Neben der Bank und Avaloq saß als weiterer Partner der Berater Orbium mit im Boot. Laut Frank Seeberger, Hauptprojektleiter bei der Nord/LB Luxembourg, haben die Beteiligten das Vorhaben im vereinbarten Zeit- und Kostenrahmen umsetzen können.

Seeberger verspricht sich von der Reduktion der Komplexität seiner IT-Landschaft mehr Effizienz. Das neue System steuert sämtliche Geschäftsprozesse über einen integrierten Front-to-Back-Ansatz. Dadurch habe sich die gesamte Straight-through-processing-rate „stark erhöht".

Der britische Marktforscher Ovum sieht bei Kernbanken-Systemen eigentlich große internationale Player wie SAPSAP, Infosys und Tenemos auf der Gewinnerseite. Auch Tata Consultancy Services (TCS) gilt als aussichtsreicher Kandidat. Nicht jeder aber scheint auf die Analysten zu hören: Erst im Frühjahr dieses Jahres hatte sich die Frankfurter Bankgesellschaft für Avaloq entschieden - und damit Tata-Anwendungen abgelöst. Alles zu SAP auf CIO.de