US-Geheimdienst

NSA stößt bei Telefondaten an Kapazitätsgrenzen

10. Februar 2014
Der US-Geheimdienst NSA kann einem Medienbericht zufolge deutlich weniger Telefondaten von Amerikanern sammeln als bisher gedacht.

Die Kapazitäten des Geheimdienstes reichten nur für 20 bis 30 Prozent der Verbindungsinformationen, berichtete die "Washington Post" am Freitag. Grund sei unter anderem der explosionsartige Anstieg der Handynutzung, zitierte die Zeitung anonyme Regierungsbeamte. Zudem habe die NSA Probleme, eine Datenbank vorzubereiten, die eine derart große Zahl an neuen Informationen am Tag verarbeiten könne.

Im Jahr 2006 hätte die NSA nach Angaben dieser Regierungsvertreter fast alle Informationen darüber gespeichert, wen wann wen anruft. Nun wolle der Geheimdienst versuchen, dieses Niveau wieder zu erreichen.

Gerade das NSA-Programm zur Sammlung von Telefondaten löste in den USA heftige Debatten aus, nachdem es im vergangenen Sommer öffentlich wurde. Grund ist, dass davon sind auch US-Bürgern betroffen sind. In bisherigen Enthüllungsberichten zur NSA-Überwachung war die Rede davon, dass der Geheimdienst die Daten zu nahezu allen Telefonanrufen in den USA erfasse. (dpa/rs)

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