Public IT


Datenanalysen zur Stadtentwicklung

Nürnberg plant mit IBM SPSS

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public ICT, Telekommunikation und Social Media.

Weitere Vorteile ergeben sich laut IBM durch den interkommunalen Austausch unter den Statistikern im vom Verband deutscher Städtestatistiker (VDSt) getragenen KOSIS-Verbund (Kommunales Statistisches Informationssystem), dessen Vorsitzenden und Geschäftsstelle die Stadt Nürnberg stellt.

Im KOSIS-Verbund tauschen sich die Statistiker von mehr als 150 deutschen Kommunen aus und entwickeln gemeinsame Lösungen und Verfahren. Die Stadt Nürnberg leitet dabei eine Reihe von kommunalen IBM-SPSS-Statistics-Pilotprojekten. Insbesondere entwickeln die Nürnberger Statistiker zurzeit zusammen mit IBM Schulungen für das Programm, die sich an den kommunalstatistischen Prozessen ausrichten.

Pilotprojekt im Data Mining

Auch im Bereich Data Mining wollen die KOBIS-Kommunen eng zusammen arbeiten.
Auch im Bereich Data Mining wollen die KOBIS-Kommunen eng zusammen arbeiten.
Foto: Corgarashu - Fotolia.com

Die Kooperation arbeitet derzeit zudem an einem Pilotprojekt im Bereich Data Mining. Die Software IBM SPSS Modeler ermögliche hier tiefere Ursachenanalysen und Ereignisprognosen ohne die Notwendigkeit einer Ausgangshypothese. Mit der Software ließen sich Vorhersagemodelle intuitiv und ohne großen Programmieraufwand erstellen.

Gestützt durch Analytik könnten über eine visuelle Schnittstelle Muster und Trends von strukturierten oder unstrukturierten Daten ermittelt und so Erkenntnisse aus den bereits vorhandenen Daten ermittelt werden. Die Technik eigne sich im Gegensatz zu herkömmlicher Statistiksoftware auch zur Echtzeit-Integration in kommunale Fachverfahren und Anwendungen.

Die Aufgaben kommunaler Statistikabteilungen nehmen laufend zu. „Wir sind deshalb gezwungen, uns mithilfe effizienter Lösungen von Routinetätigkeiten zu entlasten und mehr Freiräume für neue Aufgabengebiete zu schaffen", sagte Nirschl weiter. „Auch schauen Verwaltung, Aufsichtsbehörden, Öffentlichkeit und Presse immer stärker auf den effizienten Einsatz der knappen kommunalen Ressourcen."