IBM muss 15 Prozent abgeben, HP und Dell zehn

Nur Verlierer bei Server-Herstellern

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Obwohl Server im vergangenen Jahr billiger geworden sind, brach der Absatz mit der Wirtschaftskrise ein. Branchenriesen von IBM und HP über Dell und Sun bis Fujitsu/FSC mussten zweistellige Umsatzverluste hinnehmen. Das meldet der Marktforscher IDC.
Die Entwicklung des Server-Marktes nach IDC.
Die Entwicklung des Server-Marktes nach IDC.

Jeder braucht sie, jeder will sie, aber zahlen will keiner dafür - Server sind einfach nicht sexy. Der Marktforscher IDC hat weltweit Absatz und Umsatz des Jahres 2008 untersucht und stellt einen leicht gestiegenen Abverkauf bei gleichzeitig sinkendem Umsatz fest. In ganzen Zahlen: 2008 hat der Markt für physische Server mit 8,1 Millionen verkauften Geräten um zwei Prozent zugelegt. Der Umsatz ist aber um drei Prozent auf 53,3 Milliarden US-Dollar zurückgegangen.

Physische Server bleiben also gefragt, Virtualisierung hin oder her. Wobei die Analysten einräumen, dass die Bedeutung von Virtualisierung steigt.

Die moderaten Zahlen für das Gesamtjahr 2008 dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Markt mit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise massiv eingebrochen ist. Der Umatz ging im vierten Quartal um 14 Prozent zurück, der Absatz um zwölf. Entsprechend rosig muss das erste Dreivierteljahr gewesen sein.

Diese Entwicklung hat alle Player mitgerissen, Inseln der Glückseligkeit gab es nicht. "Alle Anbieter, alle Regionen und alle Segmente wurden von der schlimmsten Krise seit dem Dotcom-Crash vor rund sieben Jahren erwischt", erklärt Matthew Eastwood, Group Vice President bei IDC. Vor Ende 2009/Anfang 2010 sei keine Besserung in Sicht.

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