Web-2.0-Strategien

Nur wenige Mitarbeiter bloggen und twittern

03. Januar 2011
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Nur eines von fünf deutschen Unternehmen nutzt laut ZEW-Studie Social Media. Selbst wo Wikis und Co. eingesetzt werden, beteiligen sich wenige Angestellte.
Avantgarde und Nachhut: So ist Social Media in den einzelnen Branchen verbreitet.
Avantgarde und Nachhut: So ist Social Media in den einzelnen Branchen verbreitet.
Foto: ZEW

„Enterprise 2.0“ ist derzeit ein viel diskutiertes Thema in und außerhalb von Unternehmen, und auch an aktuellen Bestandsaufnahmen mangelt es nicht. Für einen klareren Blick auf die Lage sorgt nun eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Schon alleine deshalb, weil sie repräsentativen Charakter hat: 4400 deutsche Unternehmen wurden befragt – angefangen bei Kleinunternehmen mit einer Handvoll Beschäftigten.

Insgesamt betrachtet erscheint der Anteil der Anwender von Social Media ausbaufähig. Lediglich 22 Prozent der Firmen sind auf FacebookFacebook, TwitterTwitter und anderen Plattformen aktiv und nutzen Wikis, Blogs oder Kollaborationsplattformen. Alles zu Facebook auf CIO.de Alles zu Twitter auf CIO.de

Höchst unterschiedlich ist dies aber in einzelnen Branchen. „Vor allem in Dienstleistungsbranchen, in denen Information und Kommunikation und die Nähe zum Kunden eine große Rolle spielen, findet Web 2.0 zahlreiche Anwender“, sagt Irene Bertschek, Forschungsgruppenleiterin am ZEW.

Die IT- und Telekommunikationsbranche scheint da prädestiniert dafür, eine Vorreiterrolle einzunehmen. Und sie tut das auch: 62 Prozent der Firmen zeigen sich Web 2.0-affin. Deutlich über dem Schnitt liegen mit jeweils knapp 40 Prozent Medienunternehmen sowie Unternehmensberater und Werbeagenturen, für die Bertscheks Urteil ja ebenfalls gut passt.

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