Gartner-Studie zu Facebook & Co

Nutzer haben genug von Social Media

24. August 2011
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Das bisher ungebremste Wachstum von Social-Media-Angeboten kommt an sein Ende. Der Grund: Nutzer sind inzwischen weniger aktiv als früher.
Gartner-Analyst Brian Blau stellt fest, dass Social-Media-Anbieter kaum innovative und aktuelle Inhalte anbieten. Das vergrault die User.
Gartner-Analyst Brian Blau stellt fest, dass Social-Media-Anbieter kaum innovative und aktuelle Inhalte anbieten. Das vergrault die User.
Foto: Gartner

Der Hype um Social-Media-Angebote ist - trotz FacebookFacebook, Youtube, Flckr, Linkedin, TwitterTwitter und Co. - offensichtlich vorbei. Zu diesem Ergebnis kommt das US-Marktforschungsunternehmen Gartner in der aktuellen Untersuchung "User Survey Analysis: Trends in Consumers’ Use of Social MediaSocial Media". Alles zu Facebook auf CIO.de Alles zu Social Media auf CIO.de Alles zu Twitter auf CIO.de

Müde User bei Social Media

Die Studie konstatiert bei Nutzern sozialer NetzwerkeNetzwerke eine gewisse "Social-Media-Müdigkeit". Lediglich global starke Marken wie Facebook, Youtube oder Yahoo machen noch Fortschritte bei der User-Nutzung. Das gilt vor allem in Ländern, in denen diese bisher wenig stark vertreten waren. Für die Studie befragten die Marktforscher knapp 6.300 Personen im Alter zwischen 13 und 74 Jahren in insgesamt elf Ländern. Alles zu Netzwerke auf CIO.de

Social-Media-User verbringen am meisten Zeit mit Instant Messaging und Chats sowie in multifunktionalen sozialen Netzwerken.
Social-Media-User verbringen am meisten Zeit mit Instant Messaging und Chats sowie in multifunktionalen sozialen Netzwerken.
Foto: Gartner

Im Schnitt verbringen die Befragten rund sechs Stunden pro Woche auf Instant-Messaging- und Chat-Plattformen, knapp vier Stunden in multifunktionalen sozialen Netzwerken und nur unwesentlich weniger in Studentennetzwerken. 24 Prozent der Befragten teilten mit, dass sie ihre bevorzugte Social-Media-Website inzwischen weniger häufig nutzen als direkt nach der Erstanmeldung.

Geringer Datenschutz bremst Social Media

Ein Drittel gab an, die Aktivitäten in sozialen Netzwerken aus Datenschutzgründen eingeschränkt zu haben. Dabei spielten DatenschutzDatenschutz und Datensicherheit bei erwachsenen Personen eine erheblich größere Rolle als bei Teenagern. Bei Letzteren war dies nur in 22 Prozent der Fälle der Grund für eine geringere Social-Media-Nutzung. Alles zu Datenschutz auf CIO.de