Datensicherheit

Nutzer wollen Hoheit über Facebook-Daten zurück

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Facebook-Anwender sehen ihre Privatsphäre in Gefahr. Dabei haben viele User schon einmal Kommentare und Fotos auf der Social-Networking-Plattform gepostet, die sie heute bereuen.

Laut Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist das Zeitalter der Privatsphäre endgültig vorüber. Im Gegensatz zu dieser Einschätzung nutzen mehr als drei Viertel der Facebook-Nutzer inzwischen verstärkt die Sicherheitseinstellungen des sozialen Netzwerkes. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des norwegischen Sicherheitsanbieters F-Secure.

Datenschutz ist eher lax

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg prophezeiht das Ende der Privatsphäre. Dagegen wollen die Nutzer die Herrschaft über ihre Daten wieder zurück.
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg prophezeiht das Ende der Privatsphäre. Dagegen wollen die Nutzer die Herrschaft über ihre Daten wieder zurück.
Foto: Facebook

In dem Maße, wie FacebookFacebook immer mehr Informationen öffentlich zugänglich macht, wollen die Anwender wieder die Hoheit über ihre privaten Daten zurückgewinnen. Die meisten Verbraucher sind sich bewusst, dass der Schutz ihrer Daten stark von ihrem eigenen Verhalten abhängt. Dabei kann der Umgang von Facebook, aber auch von Plattformen wie Linkedin oder Stumbleupon, mit personenbezogenen Daten als eher lax bezeichnet werden. Alles zu Facebook auf CIO.de

Drei Viertel der Befragten gaben zudem an, dass ihre direkten Vorgesetzten keinesfalls auf die Freundesliste kommen. Der Grund: Sie fürchten, bestimmte Kommentare und Einträge könnten zu Sanktionen, wie etwa einer Abmahnung oder zu einer Kündigung führen. Immerhin knapp 60 Prozent nutzen Facebook regelmäßig oder gelegentlich während der regulären Arbeitszeit.

Wenn Jobträume platzen

Auch für Jobsuchende und Bewerber ist das effiziente Management ihrer Online-Profile ein zentraler Erfolgsfaktor. HR-Manager aus Unternehmen durchleuchten inzwischen standardmäßig das Internet nach entsprechenden Informationen über potenzielle künftige Mitarbeiter. Finden sie auf Facebook oder auf anderen sozialen Netzwerken kompromittierende oder anzügliche Bilder und Kommentare eines Bewerbers, hat dieser den Traum vom Traumjob ausgeträumt.