Funktechnologie

NXP-Chef: Wir glauben noch immer an NFC

12. Januar 2014
Der Chip-Spezialist NXP glaubt weiter an die Zukunft der NFC-Funktechnologie, obwohl sie langsamer als erwartet im Alltag angenommen wird.

Allein schon die weltweit ausgestellten digitalen Ausweise und Reisepässe reichen aus, um das Unternehmen im Geschäft zu halten, sagte NFC-Chef Rick Clemmer der dpa am Rande der Elektronik-Messe CES in Las Vegas.

Auch bei digitalen Bezahldiensten werde sich NFC trotz bisheriger Schwäche noch durchsetzen, zeigte sich Clemmer überzeugt. "Wir glauben immer noch daran, dass digitale Geldbörsen im Smartphone in wenigen Jahren eine große Rolle spielen werden." Nach Schätzungen von NXP sind aktuell rund 200 bis 230 Millionen SmartphonesSmartphones mit eingebautem NFC-Chip auf dem Markt. "Wir warten aber immer noch auf eine Anwendung, die den Durchbruch bringt", sagte Clemmer. NXP habe gehofft, dass Googles Smartphone-Portemonnaie der Nutzung der Technologie einen Schub geben würde. "Das ist so nicht eingetreten." Alles zu Smartphones auf CIO.de

Zu einem Überraschungshit habe sich NFC in Figuren für Videospiele wie "Skylanders" oder "Disney Infinity" entwickelt. Spieler müssen sich eine Figur kaufen und über ein Lesegerät mit der Konsole verbinden, damit sie im Game auftaucht. "Zuvor dachten wir, es werden vielleicht 10 oder 20 Millionen davon verkauft. Inzwischen haben wir über 100 Millionen ausgeliefert", sagte Clemmer.

NFC funktioniert auf einer kurzen Entfernung von maximal wenigen Zentimetern und wird neben digitalen Dokumenten auch zum Beispiel in Zugangstechnik oder elektronischen Abokarten im Nahverkehr genutzt. (dpa/rs)

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