Druck auf IT-Abteilungen steigt

Öffentliche Hand vor Kürzung der IT-Ausgaben

02. Juni 2004
Von Detlef Scholz
Die öffentliche Hand in Westeuropa wird im nächsten Jahr ihre IT-Ausgaben um 3,7 Prozent kürzen. Dagegen betrage das Wachstum in diesem Jahr noch 6,3 Prozent, sagt eine Forrester-Studie.

Als wesentliche Ursache für den erwarteten IT-Investitionsrückgang im öffentlichen Sektor bezeichnet Forrester Druck der Öffentlichen Verwaltungen auf ihre IT-Organisationen. Diese sollen die Gesamtbetriebskosten bei gleichzeitiger Verbesserung der Prozessqualität senken. Für mehr als 57 Prozent der Entscheider im Öffentlichen Sektor steht die Kostenminderung auf der diesjährigen Prioritätenliste an erster Stelle. Es folgen die Einführung neuer Geschäftsabläufe, die Verbesserung der Geschäftspraxis und eine Erhöhung der Arbeitsproduktivität.

Der Kostendruck drängt auch Behörden zum Outsourcing.
Der Kostendruck drängt auch Behörden zum Outsourcing.

Der öffentliche Sektor wird im laufenden Jahr vornehmlich in Anwendungssoftware, Wireless LAN und Virtual Private Networks (VPN) investieren. Gefragt sind zudem Fremdleistungen aus den Bereichen IT-Beratung, Systemintegration und OutsourcingOutsourcing. Den Einsatz von WLAN-Technologien testen oder planen 44 Prozent, 28 Prozent setzen bereits Wireless-Technologien ein. Damit werden bald mahr als zwei Drittel aller öffentlichen Verwaltungen über ein drahtloses Local Area Network verfügen. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Fast die Hälfte aller Organisationen im öffentlichen Sektor hat die Einführung von Virtual Private Networks (VPN) bereits abgeschlossen oder steht unmittelbar davor. Lediglich 16 Prozent aller Verwaltungen planen überhaupt kein VPN.

Ein Viertel will den Einsatz von Web-Services in diesem Jahr komplettieren, 46 Prozent befinden sich in der Planungsphase. Auch Software für Content Management gewinnt in diesem Zeitraum an Bedeutung: In Pilotprojekte für den Einsatz von Content Management-Systemen wollen 42 Prozent investieren.

Nur geringes Interesse hat die Öffentliche Hand an Softwarelösungen, mit denen Klienten Behördenvorgänge daheim online abwickeln können. Mehr als die Hälfte plant für 2004 keine entsprechenden Investitionen. Lediglich zwei Prozent aller öffentlichen Verwaltungen in Europa bieten ihren Bürgern entsprechende Self-Service-Verfahren an.

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