Webanalyse-Trends

Online-Portale müssen 2009 weiter optimiert werden

19. Dezember 2008
Von Jacqueline Pohl
Nicht nur die detaillierte Auswertung der Online-Performance ist ein wichtiges Thema für Unternehmen, vor allem der Test und die Optimierung der Portale wird 2009 stärker im Vordergrund stehen.

Gezielte Tests werden im kommenden Jahr das Mittel der Wahl sein, um bestehende Webseiten, Unternehmensportale und E-Commerce-Angebote weiterzuentwickeln. Denn die richtigen Testmethoden liefern den Betreibern die nötigen Hinweise, wo sie den Hebel ansetzen müssen. Das fand die Berliner Beratungsagentur Ideal Observer in einer aktuellen Umfrage unter Spezialisten aus den Bereichen Traffic-Analyse, Beratung und Systeme heraus.

Zuvor stand bei den meisten Unternehmen die Analyse der Nutzungsdaten im Mittelpunkt, wenn es um die Erfolgskontrolle und die Verbesserung ihrer Portale ging. Web-Analyse-Tools werden auch im kommenden Jahr gefragt sein. Die Branche rechnet mit einem etwa 40-prozentigen Umsatzwachstum. Doch um die Online-Angebote weiter zu optimieren, müssen die Maßnahmen tiefer greifen. Im kommenden Jahr wollen neun von zehn Anwendern zudem auf systematische Verfahren zur Verbesserung der Websites und Online-Kampagnen setzen. Auch die Themen Datenintegration und Segmentierung, also die Analyse einzelner Besuchergruppen, rücken weiter in den Vordergrund.

Immer mehr Unternehmens-Anwender greifen auf spezielle Reports zurück, um die Webperformance zu kontrollieren. Diese Übersichten werden bisher überwiegend wöchentlich angeschaut. Im kommenden Jahr will die Mehrzahl der Befragten die Berichte mehrmals pro Woche oder täglich abrufen. Nur so lässt sich schnell eingreifen, sollte es es zu Problemen oder Engpässen kommt. Anhand der Analysen werden also bereits Optimierungen festgelegt. Mit Techniken wie A/B-Tests, bei denen User zwei Varianten einer Seite oder eines Designs ausprobieren, können noch bessere Aussagen über Benutzerfreundlichkeit, Zugänglichkeit und Navigation getroffen werden. Solche Tests wurden bisher selten angesetzt. Im kommenden Jahr wollen fast 90 Prozent der Befragten diese Tests nutzen.

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