Umfrage

Online-Rücksendegebühren könnten Läden nützen

18.05.2014
Neue Regeln zur Rücksendung online bestellter Waren könnten laut einer Umfrage eine kleine Renaissance von "realen" Läden einläuten.

Wenn sie ab Mitte Juni bei Nicht-Gefallen die Rücksendung von Artikeln selbst bezahlen müssen, würden 42 Prozent der Befragten öfter in echten Geschäften einkaufen. Das ergab laut "Focus" eine repräsentative Umfrage im Auftrag von zwei Internet-Preisvergleichsportalen. 38 Prozent wollen dann gezielt nach Online-Shops suchen, die alle Rücksendekosten übernehmen.

Einem Branchenverband zufolge werden dies die meisten der Internet-Versender sein. "Ich glaube, dass die meisten unserer Mitgliedsunternehmen reguläre Retouren weiterhin kostenfrei anbieten werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel (bevh), Christoph Wenk-Fischer, der "Wirtschaftswoche".

Ab Juni haben Online-Händler das Recht, bei Rücksendungen Portogebühren zu erheben. Retouren im normalen Rahmen seien Teil des Geschäftsmodells im E-Commerce, meinte Wenk-Fischer. Es sei aber gut, dass Händler ab Juni ein Instrument hätten, um in Ausnahmefällen Grenzen zu setzen. (dpa/rs)

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