CIOs mit sinkenden Budgets im Visier

Open-Source-Anbieter wollen von US-amerikanischer Flaute profitieren

04. Februar 2008
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Von der Flaute in den USA lassen sie sich nicht den Wind aus den Segeln nehmen: Die Open Source Alliance (OSA), ein Zusammenschluss von mehr als 20 Anbietern, rechnet in diesem Jahr mit steigendem Interesse an ihren Produkten. These: Weil CIOs sparen müssen, entscheiden sie sich für quelloffene Software als kostengünstige Alternative zu proprietären Lösungen.

So freut sich Doug Levin, CEO des OS-Anbieters Black Duck Software, schon jetzt auf ein "substanzielles" Wachstum, das er im Laufe dieses Jahres für möglich hält. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen würden verstärkt Linux und quelloffene Anwendungen, Infrastruktur und Services nachfragen.

Bei einem Blick auf weltweite Märkte erwartet die OSA, dass in Europa eher öffentliche Verwaltungen als Interessenten in Frage kommen, während es in Nordamerika eher die Privatwirtschaft ist. Was Asien betrifft, so sehen sich die Anbieter quelloffener Software in einem guten Fahrwasser: "Der Implementierungsgrad wird dort schneller steigen als in den USA", sagt zum Beispiel David Richards, CEO des Customer-Relationship-Spezialisten Concursive Corp.

Doch egal, in welcher Region: Die Anwender seien generell immer besser informiert und besser geschult im Umgang mit Open SourceOpen Source Software, so die OSA. Alles zu Open Source auf CIO.de

Wie rosig sie ihre Zukunft auch sehen: Den Playern ist trotzdem klar, dass sie sich nicht ausruhen dürfen. Stichwort Interoperabilität zwischen verschiedenen quelloffenen Lösungen: Das Ziel der OSA ist es, dem Anwender den Einsatz von Open Source ähnlich einfach zu machen wie es die Hersteller proprietärer Software mit ihren integrierten Paketen tun. "Das ist für uns im neuen Jahr die größte Herausforderung", sagt Bertrand Diard, CEO des Datenintegrations-Spezialisten Talend.

Die Open Source Alliance hat die Stimmen ihrer Mitglieder zu den Aussichten 2008 auf der eigenen Website zusammengestellt.