Mehr als die Hälfte der Firmen plant den Einsatz von Linux

Open-Source-Datenbanken auf dem Vormarsch

26. Oktober 2006
Von Tanja Wolff
Bis 2008 werden mehr als 70 Prozent der IT-Unternehmen Open-Source-Datenbanken einsetzen. Damit beginnt eine neue Ära im weltweiten Markt für Datenbank-Management-Systeme (DBMS). Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Marktforscher von Gartner.

Zurzeit wird der weltweite Markt für DBMS auf 14 Milliarden US-Dollar geschätzt. Laut Gartner kann mit einem jährlichen Wachstum von sieben Prozent gerechnet werden. Open-Source-Datenbanken spielen dabei mit etwa acht Prozent noch eine relativ geringe Rolle.

Fast die Hälfte der Unternehmen setzt heute bereits MySQL ein.
Fast die Hälfte der Unternehmen setzt heute bereits MySQL ein.

Das wird sich allerdings in Zukunft ändern, da sie eine gute Alternative zu den proprietären Angeboten von OracleOracle, IBMIBM, MicrosoftMicrosoft und Sybase darstellen. So wird MySQL in den kommenden zwei Jahren zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für unternehmenskritische Anwendungen. Bereits heute setzen 49 Prozent der befragten Firmen MySQL ein, weitere 19 Prozent spielen mit dem Gedanken zu der Open-Source-Lösung zu wechseln. Alles zu IBM auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de Alles zu Oracle auf CIO.de

Bei den freien Datenbanken hat MySQL eine führende Rolle, so die Untersuchung. Die schnelle Annahme der Version 5.0 im vergangenen Herbst zeigt das wachsende Interesse an Open-Source-Datenbanken weltweit.

Laut der Analyse planen 56 Prozent der Unternehmen den Einsatz von Linux als DBMS-Plattform. Es kann davon ausgegangen werden, dass in den nächsten drei Jahren Unix von Linux als führendes Betriebssystem abgelöst wird. Und das sogar bei den anspruchvollsten Datenbank-Applikationen.