Zeitmangel verhindert häufig die Nutzung

Optimierungsbedarf beim E-Learning

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
E-Learning wird von Unternehmen künftig gewiss verstärkt eingesetzt, hat sich bislang aber noch nicht völlig durchgesetzt: 79 Prozent der Betriebe, die elektronische Weiterbildung nutzen, wollen den Einsatz ausbauen. Eine Studie des Anbieters Management Circle zeigt aber auch, dass die Methode noch nicht sehr verbreitet ist.
In der Hälfte der Firmen spielt E-Learning eine untergeordnete Rolle.
In der Hälfte der Firmen spielt E-Learning eine untergeordnete Rolle.

46 Prozent der befragten Entscheider sagen, elektronisches Lernen mache nicht einmal ein Zehntel ihres Weiterbildungs-Angebotes aus. 42 Prozent geben einen Wert zwischen zehn und 30 Prozent an.

Zwar berichtet beinahe die Hälfte, E-Learning werde in der Firma sehr gut oder gut angenommen. 43 Prozent sehen indes noch Optimierungsbedarf. Am häufigsten verhindert Zeitmangel die Nutzung des Angebots: 42 Prozent geben dies als Grund an. Es folgen zu geringe interne Vermarktung (38 Prozent), fehlende Anreize (36 Prozent) und technische Probleme (30 Prozent).

Zwei Drittel der Unternehmen verwenden E-Learning als Baustein einer methodisch gemischten - "blended" - Weiterbildung. Knapp dahinter folgen auf das Internet gestützte Maßnahmen (60 Prozent), erst dann computer-basiertes Lernen mit CD-ROMs (42 Prozent).

Obwohl 58 Prozent der Firmen, die eine Eigen-Produktion mit internen Ressourcen ausprobiert haben, damit "eher gute" Erfahrungen machten, stellen die Unternehmen relativ wenige E-Learning-Inhalte selbst her: Fast 60 Prozent tun dies überhaupt nicht oder höchstens zu einem Zehntel.