Starker Dollar belastet

Oracle erfreut Anleger mit erhöhter Dividende

18. März 2015
Der US-Softwarekonzern Oracle leidet unter dem starken Dollar. Anleger werden allerdings mit einer üppigen Erhöhung der Dividende versöhnt. Das kommt an der Börse gut an.

Der starke Dollar hat OracleOracle zuletzt einen Strich durch die Rechnung gemacht, Anlegern wird die maue Bilanz aber mit einer erhöhten Dividende versüßt. Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Februar sank der Nettogewinn zum Vorjahr um drei Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro), wie der US-Softwarekonzern am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte. Alles zu Oracle auf CIO.de

Gründer und Executive (!) Chairman Larry Ellison, Oracle OpenWorld 2014, San Francisco
Gründer und Executive (!) Chairman Larry Ellison, Oracle OpenWorld 2014, San Francisco
Foto: Harald Weiss

Ohne Wechselkurseffekte wäre das Ergebnis um sieben Prozent gestiegen, heißt es in der Mitteilung. Oracle ist international aufgestellt und macht viel Geschäft im Ausland, deshalb belastet die starke US-Währung die Ergebnisse. Der Umsatz blieb zuletzt unverändert bei 9,3 Milliarden Dollar.

Ohne den Einfluss der Wechselkurse "war es ein sehr starkes Quartal für uns", sagte Oracle-Vizechefin Safra Catz. Ohne den Währungseffekt hätten die Umsätze um sechs Prozent höher gelegen. An der Wall Street war zwar etwas mehr erwartet worden. Die Aktie stieg nachbörslich dennoch deutlich. Ein Grund dürfte die Erhöhung der Dividende um 25 Prozent auf 15 Cent gewesen sein.

Oracle richtet das Geschäft aggressiv auf Cloud-Dienste aus, bei denen Software, Daten und Rechenleistung direkt auf dem Netz bereitgestellt werden. Dafür gab der Spezialist für Unternehmenssoftware und Datenbanken Milliarden bei Übernahmen aus. Zuletzt wuchs das Geschäft mit den verschiedenen Cloud-Diensten etwas langsamer, dennoch reichte es aber zu einem Plus von 29 Prozent.

Unterdessen läuft das Hardware-Geschäft schon seit Jahren schwierig. Zugleich gab es im vergangenen Quartal auch beim zentralen klassischen Indikator für das künftige Geschäft in der Branche - dem Verkauf neuer Software-Lizenzen - einen überraschend deutlichen Rückgang um sieben Prozent. (dpa/tc)

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