Forrester-Umfrage

Oracle-Kunden wollen nicht zu Fusion wechseln

21. Februar 2013
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Oracle-Anwender wollen nicht auf Middleware Fusion umsteigen. Diese seien noch zu wenig ausgereift. Auch die Lizenz- und Wartungskosten sind ihnen zu teuer.
Die meisten Oracle-Kunden wollen ihre aktuell eingesetzte Lösung nicht durch eine Fusion-Applikation ersetzen.
Die meisten Oracle-Kunden wollen ihre aktuell eingesetzte Lösung nicht durch eine Fusion-Applikation ersetzen.
Foto: Forrester

Oracle kämpft mit rückläufigen Einnahmen aus den Verkäufen neuer Software-Lizenzen für Business-Anwendungen. Im vierten Quartal 2011 fielen die Umsätze um elf Prozent und im ersten Quartal 2012 noch einmal um 5,5 Prozent. Seit dem zweiten Quartal 2012 weist der Softwarekonzern die Umsätze beim Verkauf von Lizenzen für seine Anwendungen nicht mehr gesondert aus.

Der US-Marktforscher Forrester vermutet, dass der Rückgang der Oracle-Umsätze im Softwarebereich damit zusammenhängt, weil viele der mehr als 65.000 Oracle-Kunden weltweit die bisher eingesetzten Produktlinien nicht durch neue Fusion-Applikationen ersetzen wollen. Eine Forrester-Umfrage unter knapp 140 Oracle-Kunden stützt diese These.

Rund zwei Drittel der Umfrageteilnehmer lehnen den Wechsel auf Fusion-Applikationen derzeit ab. Ein Viertel der Firmen weiß zudem nicht, ob sie umsteigen wollen. Von den Umfrageteilnehmern setzen 53 Prozent OracleOracle Peoplesoft ein, 45 Prozent Oracle Hyperion, 41 Prozent die Oracle E-Business-Suite, 39 Prozent Oracle Siebel, 28 Prozent Oracle JD Edwards und zwölf Prozent eine vorpaketierte Oracle-Branchenlösung. Alles zu Oracle auf CIO.de

26 Prozent wollen Oracle-Fusion-Produkte einführen

Aktuell planen nur 26 Prozent die Einführung einer IT-Lösung aus dem Oracle-Fusion-Produktportfolio. Von diesen wollen acht Prozent die Applikation für das Finanzmanagement einsetzen, jeweils fünf Prozent die Lösungen für das Customer Relationship Management (CRM) und die Personalwirtschaft (Human Capital Management, HCM).