Ratgeber Windows 7

Ordner mit den wichtigsten Dateien anlegen

04. Februar 2011
Der C64 legte in den 80er Jahren wohl den Grundstein für meine spätere Karriere als IT-Redakteur. Wie bei so vielen Anwendern dieser Zeit kamen danach Amiga und schließlich der erste Intel-PC ins Haus. Dabei faszinierte mich immer wieder aufs neue der Fortschritt der Technologie. Spannend zu beobachten war die Entwicklung des Internets, das in meinen Studienzeiten noch aus der Startseite von Yahoo und Netscape bestand. Auch an Internet-Tarife mit Minutenabrechnung kann ich mich noch erinnern. Und bald war klar, dass ich für ein Online-Angebot arbeiten möchte - es wurde die PC-WELT. Neben der Evolution des Internets von einem Nerd-Spielzeug hin zum allgegenwärtigen Medium waren und sind vor allem alle Entwicklungen im Bereich Home Entertainment, Gadgets, Konsolen und mehr zu einem Steckenpferd geworden, über das ich immer wieder gerne schreibe. Es ist faszinierend, wie Themen wie beispielsweise das Musik-Streaming von kleinen Start-up-Buden über die Jahre hinweg zu Multimillionen-Dollar-Unternehmen wurden und mehr und mehr zum Mainstream werden. Ich finde es nach wie vor spannend, wie sich die Welt der IT und der Unterhaltungselektronik entwickelt und freue mich schon auf die kommenden Jahre. Mein aktuelles Aufgabengebiet umfasst die komplette Steuerung des Content Management auf pcwelt.de und macwelt.de. Mein Team und ich kümmern uns um die Optimierung und Ausspielung der Inhalte, die Steuerung der Homepages und Newsletter, die Weiterentwicklung der Web-Seiten, SEO sowie die Content- und Traffic-Analysen.
Ein Ordner, der alle Dateien enthält, die Sie aktuell in Bearbeitung haben und deshalb dauernd benötigen, ist in Windows nicht vorgesehen. Genauso wenig können Sie sich etwa alle neuen Bilder oder die größten Dateien schnell in einem Ordner auflisten lassen. Mit einem Trick geht es aber doch.

Alles, was Sie dazu brauchen, ist die Standard-Suchfunktion von Windows 7. Drücken Sie zunächst [F3], um ein Suchfenster zu öffnen. Klicken Sie dann mit der Maus in das leere Feld mit der Lupe am rechten Fensterrand. Daraufhin klappt ein kleines Menü auf, in dem Sie Suchfilter auswählen können.

Inhalte nach Art oder Typ wählen: Wenn Sie hier auf „Art“ klicken, klappt ein weiteres Menü auf. Darin können Sie eingrenzen, welche Inhalte angezeigt werden sollen.Wenn Sie etwa „Dokumente“ wählen, werden alle Dateien angezeigt, die als Text interpretiert werden können, beispielsweise mit den Endungen .DOC, .TXT und .HTML. Mit dem „Art“-Filter lassen sich auch beliebige andere Inhalte auswählen, etwa Bilder, Musik, Filme, Ordner, Programme oder E-Mails. Falls Ihnen dieser Filter zu weit gefasst ist, dann löschen Sie den Begriff wieder aus dem Suchfeld und wählen im Suchmenü den Filter „Typ“. Bei ihm können Sie einen Dateityp nach dessen Endung auswählen. Um mehrere Dateitypen anzugeben, tippen Sie im Suchfeld hinter dem ersten Eintrag und einem Leerzeichen einfach "typ:=.[Dateiendung]" ein.

Zeitraum wählen: Werden die richtigen Inhalte im Suchfenster angezeigt, können Sie die Liste zusätzlich auf einen gewünschten Zeitraum einschränken. Dazu klicken Sie im Filtermenü auf „Änderungsdatum“. Im Menü, das daraufhin erscheint, haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder wählen Sie einen festen Zeitraum, indem Sie ihn mit der Maus im angezeigten Kalender markieren, oder Sie wählen einen der darunter aufgelisteten Filter (etwa „gestern“).

Zusätzliche Filterkriterien: Sie können über das Filtermenü auch noch weitere Kriterien nutzen. Bei „Größe“ etwa filtern Sie die angezeigten Dateien nach der von Ihnen gewählten Größe. Bei „Name“ grenzen Sie die Ergebnisliste auf Dateien ein, die bestimmte Namensbestandteile haben. Mit Angaben bei „Ordnerpfad“ können Sie dafür sorgen, dass nur Dateien aus Ordnern berücksichtigt werden, deren Pfadname bestimmte Bestandteile hat. Neben diesen auswählbaren Kriterien können Sie auch noch selbst Begriffe in das Suchfeld eintippen, die im Inhalt der angezeigten Dateien vorkommen sollen.

Suche speichern: Wenn Sie mit den angezeigten Suchergebnissen zufrieden sind, können Sie die Kriterien in einer Art virtuellem Ordner (Dateityp SEARCH-MS) speichern.Drücken Sie dazu [Alt], um das Hauptmenü des Windows-Explorers anzuzeigen, und speichern das Ergebnis mit Klicks auf „Datei - Suche Speichern“. Wählen Sie noch einen Ordner aus, in dem der virtuelle Ordner angelegt werden soll, etwa der „Desktop“-Ordner, und geben Sie ihm neben „Dateiname“ einen aussagekräftigen Namen, etwa Dokumente von gestern.

Ein späterer Doppelklick auf den neu erstellten virtuellen Ordner zeigt die aktuellen Suchergebnisse zu den gespeicherten Kriterien an.Das geht ziemlich flott, da Windows dafür nicht sämtliche Festplatten, sondern nur den Suchindex durchsuchen muss.

Hintergrundinfo Suchindex: Eine so genannte Desktop-Suchmaschine, wie sie Windows 7 enthält, durchsucht nicht bei jeder Anfrage alle Dateien auf der Festplatte. Denn das würde zu lange dauern. Stattdessen legt sie vorab einen Suchindex an und durchsucht nur diesen. Das geht meist ziemlich schnell. Im Suchindex sind unterschiedliche Informationen zu Dateien und Ordnern auf dem PC festgehalten. Neben Dateimerkmalen wie Name, Speicherort, Änderungsdatum, Art und Typ werden hier auch Textinhalte gespeichert. Wenn Sie also nach bestimmten Begriffen suchen lassen, werden die Dateien angezeigt, die diese enthalten.

Quelle PC-Welt