Versandhändler

Otto ist zum Internet-Unternehmen geworden

18. Oktober 2013
Den Unternehmen der Hamburger Otto Group wurde eine Zeitlang eine Wachstums- und Ertragsschwäche nachgesagt, weil sie mit jungen Konkurrenten nicht mithalten könnten. Die Keimzelle des Konzerns, der Versandhändler Otto, ist aber in der Spur und wächst kräftig.

Der Hamburger Versandhändler Otto wächst so stark wie seit langem nicht mehr und wird dabei auch noch profitabler. Es zeichne sich ein Wachstum im zweistelligen Bereich ab, sagte Alexander Birken, der Chef des Tochterunternehmens der Otto GroupOtto Group, am Donnerstag in Hamburg. Bis 2015 soll der Umsatz von zuletzt 2,1 auf 2,5 Milliarden Euro zunehmen. Als Rendite strebe Otto drei bis fünf Prozent vor Steuern an und bewege sich gegenwärtig eher im oberen Bereich der Bandbreite. Die Einzelgesellschaft Otto ist die Keimzelle und nach wie vor eines der wichtigsten Unternehmen der Otto Group, die weltweit mit HandelHandel und Dienstleistungen zuletzt 11,8 Milliarden Euro umsetzte. Top-500-Firmenprofil für Otto Group Top-Firmen der Branche Handel

Trotz anhaltender Konkurrenz durch Mitbewerber wie Zalando oder AmazonAmazon sei Otto der größte Onlinehändler für Mode in Deutschland. Mittlerweile erwirtschaftet das Unternehmen 80 Prozent seiner Umsätze im Internet. "Der Einzelhandel in Deutschland arbeitet unter guten Rahmenbedingungen", sagte Birken. "Das Konsumklima ist freundlich." So sei für die gesamte Branche mit ihrem Umsatz von 430 Milliarden ein Wachstum von einem Prozent zu erwarten. Der Distanzhandel in seinen verschiedenen Spielarten erreiche mittlerweile einen Anteil von zehn Prozent am gesamten Umsatz des Einzelhandels, so viel wie noch nie. "Und dieser Anteil wird weiter steigen", meinte der Otto-Chef. In den nächsten Jahren werde Otto verstärkt auf Haushaltstechnik und Möbel setzen, wo die Hamburger schon heute eine starke Position haben. Alles zu Amazon auf CIO.de

Bei der guten Entwicklung des Unternehmens zahlten sich Investitionen aus der Vergangenheit in dreistelliger Millionenhöhe aus, sagte Birken. Dabei gehe es vor allem um Technik, nicht nur zur Ansprache der Kunden auf Internet-Seiten und mobilen Endgeräten wie SmartphonesSmartphones und TabletsTablets. Dank ausgefeilter Informationstechnik sei es auch gelungen, den vorhandenen Warenbestand zu senken und dennoch die Lieferfähigkeit zu verbessern. Das seien wesentliche Stellschrauben. "Die Wettbewerbsarena verändert sich, neue Konkurrenten treten auf, die Produktvielfalt wird größer", sagte Birken. In diesem Umfeld könne Otto die Stärken seiner Marke und seinen jahrzehntelangen Erfahrungsvorsprung voll ausspielen. (dpa/rs) Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de