Europäische Dienstleister greifen 2006 an

Outsourcer: Dickschiffe geraten in unruhiges Wasser

13. Januar 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die fünf großen europäischen Outsourcer blasen in diesem Jahr zum Angriff auf Global Player wie Accenture, HP oder IBM. Weltweit stehen insgesamt Verträge im Wert von 100 Milliarden US-Dollar zur Erneuerung an. Das geht aus dem TPI-Index der Deutschen Bank hervor.

Analysten rechnen 2006 mit erheblichen Umwälzungen auf diesem Markt. Ein Fünftel aller Outsourcing-Vereinbarungen – das entspricht einem US-Dollar-Volumen in fast dreistelliger Milliardenhöhe – müssen verlängert werden. Dabei dürften die "Big Five Europe", das sind T-Systems, Siemens, Atos Origin, British Telekom und Capgemini, angreifen. Sie konnten sich 2005 bereits 24 Prozent der Top 50-Verträge sichern und ihren Anteil damit um zwei Prozent ausbauen.

Ebenfalls deutlich gestiegen – wenn auch auf niedrigem Niveau - ist der Anteil indischer Service Provider, der sich von zwei auf vier Prozent verdoppelt hat.

Die Outsourcer machen sich zunutze, dass zunehmend kleinere Transaktionen verhandelt werden, bei denen Verträge neu zu gestalten sind. "Dies bietet eine ideale Ausgangsbasis, um eine größere Vielfalt an Service Providern zu erreichen", erklärt Bernd Schaefer, Area Managing Director TPI Germany. Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen.

Die Einschätzung von TPI in Zahlen: 2006 stehen Verlängerungen für 150 Transaktionen an, 2007 sind 175. Diese Daten wurden jetzt auf einer Analystenkonferenz gemeldet.

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