Entwicklung unterscheidet sich stark nach Segmenten

Outsourcing: Finanzbereich lässt die Kasse klingeln

04. Dezember 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die angepriesene "neue Welle" im Outsourcing plätschert in einigen Branchen nur so dahin – Fuhrpark-Manager zum Beispiel treten auf die Bremse, während im Markt für Kreditkarten die Kassen klingeln. Das behaupten jedenfalls die Analysten von Datamonitor.
Die Tschechische Republik baut die Brücke zum Nearshoring.
Die Tschechische Republik baut die Brücke zum Nearshoring.

Als übergreifenden Trend präsentieren die Analysten Bekanntes: Weil beim Offshoring Nachteile wie die zu große kulturelle Distanz deutlich werden und Nearshoring in den Fokus rückt, werden die Unternehmen aus den Alternativen ihr "Best Shoring" entwickeln. So lassen sie einfachere Verwaltungsarbeiten in Indien erledigen, während technisch Anspruchsvolleres zum Beispiel in die Tschechische Republik ausgelagert wird.

Zu den einzelnen Sparten: Der Kreditkarten-Markt ist nach Aussagen von Datamonitor erheblich in Bewegung geraten. Die Übernahme von Citibank Card Acceptance durch Euroconex Anfang 2006 ist dafür nur ein Beispiel.

Indien setzt Energieversorger unter Strom

Als weiterer interessanter Sektor gilt die Energieversorgung. Das britische Unternehmen Centrica hat 1.000 Back-Office-Plätze nach Indien ausgelagert und kann nach den Berechnungen der Analysten die Bereitstellungskosten je Service im Schnitt von 30,74 britischen Pfund pro Kunde auf 21,68 Pfund senken.

Schließlich erwarten die Analysten, dass die Pharma-Branche zunehmend Contract-Sales-Organisationen in bisher unerschlossenen Regionen aufbaut, in die expandiert werden soll.

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