TPI Index für EMEA

Outsourcing geht um fast 30 Prozent zurück

06. August 2012
Von Michael Kallus
Laut TPI-Outsourcing-Index schwächelt der Outsourcing-Markt in Europa im zweiten Quartal 2012. Im Vergleich zum Q2 2011 sank das Auftragsvolumen um 29 Prozent.

Das Klima im Outsourcing-Markt in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) kühlt sich beständig ab. Der TPI-Index, den das US-Beratungshaus Information Services Group (ISG) herausgibt, erfasst kommerzielle Outsourcing-Verträge ab 20 Millionen Euro. Im zweiten Quartal dieses Jahres umfasst der Index für EMEA 65 Verträge. Das macht ein Minus von 26 Prozent gegenüber dem Vorquartal und von 29 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal im Vorjahr.

Das Gesamtvertragsvolumen (= Total Contract Value; TCV) lag nur mehr bei 6,7 Milliarden Euro. Das bedeutet ein Rückgang von 11 Prozent gegenüber dem Vorquartal und sogar von 21 Prozent zum zweiten Quartal des Jahres 2011.

Unsicherheit bremst Outsourcing

Die anhaltende makroökonomische Unsicherheit und die Sorge um die Zukunft des Euro behindere zunehmend die Outsourcing-Aktivität, so ISG. So fiel das Volumen im ersten Halbjahr 2012 um 24 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum vor einem Jahr.

Anfang 2000 wurden Verträge im Schnitt über sechs Jahre geschlossen – heute sind es weniger als fünf Jahre.
Anfang 2000 wurden Verträge im Schnitt über sechs Jahre geschlossen – heute sind es weniger als fünf Jahre.
Foto: Information Services Group

Der Rückgang liegt vor allem daran, dass die EMEA-Region in diesem Quartal nur einen Mega-Deal von über 800 Millionen Euro verzeichnen konnte. Hingegen wurden 80 Prozent mehr Verträge mit einem jährlichen Auftragswert von 80 Millionen Euro und darüber abgeschlossen. Auch die Laufzeiten der Verträge gehen seit Jahren zurück (siehe Grafik).

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