Mit Governance zum Erfolg

Outsourcing richtig managen

03. Mai 2005
Bei der Auslagerung ihrer IT kämpfen viele Unternehmen mit der Steuerung und Überwachung laufender Verträge. Nur die wenigsten haben dafür eine eigene Governance aufgelegt. Analysten der Meta Group haben deshalb Empfehlungen für eine optimierte Zusammenarbeit mit Outsourcing-Dienstleistern erarbeitet.

Nur eine Minderheit (14 Prozent) von auslagernden Firmen hat einer Meta-Group-Befragung zufolge formalisierte Regeln – Governance – für die Zusammenarbeit mit Outsourcing-Dienstleistern verfasst. Mehr als zwei Drittel (65 Prozent) arbeiten ohne ein entsprechendes Regelwerk. Dabei, so die Erfahrung der Meta-Group-Analysten, stellt das Management laufender Outsourcing-Verträge eine echte Herausforderung für die IT-Organisationen dar – von der auch die eigene Rolle nicht unberührt bleibt.

Künftig wird es vor allem Aufgabe der IT sein, als zentrale Schnitt- und Koordinationsstelle die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Dienstleister zu regeln. Die Governance von Outsourcing-Verträgen werde sich vom taktischen Management hin zu einer strategischen Herangehensweise entwickeln. Mit fortschreitendem OutsourcingOutsourcing kommt Themen wie globalem Projekt-Management eine immer größere Bedeutung zu. Frühestens in drei bis vier Jahren, so die Erwartung der Meta-Group-Analysten, wird es Lösungen geben, die die Zusammenarbeit auch mit mehreren Anbietern automatisiert überwachen und die Governance unterstützen. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Kommunikation in beide Richtungen

Derzeit liegt es aber noch an den IT-Organisationen selbst, die Zusammenarbeit zu gestalten und zu kontrollieren. Die Meta-Group empfiehlt den Firmen, besonderes Augenmerk auf sechs Aspekte zu richten und die Verantwortlichkeiten dafür genau zu regeln.

1. Performance Management: Führungskräfte aus dem laufenden Geschäftsbetrieb sollten regelmäßig über die Leistung des Outsourcing-Partners informiert werden. Dies kann über Benchmarks, eine Balanced Scorecard, die Überwachung der Service Level Agreements oder Nutzerumfragen geschehen. Wichtig ist es auch, Führungskräfte über Projektfortschritte, beispielsweise neue Funktionalitäten, zu informieren. Das gilt aber auch für Mängel und Fehler des Anbieters sowie die Zeit, die er für die Behebung braucht.