Forrester IT-Trends 2011

Outsourcing und IT-Services stagnieren

09. Februar 2011
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
CIOs geben bis 2012 mehr Geld für IT aus. Sie schaffen in erster Linie neue Geschäftsanwendungen sowie Desktops und Server an. Dagegen wachsen IT-Services und Outsourcing nicht.

Das Jahr 2010 endete mit Sorgen wegen der hohen Verschuldung vieler Staaten, der Inflation in China und die Zukunft des Euro sowie Zweifeln an der Erholung der US-Wirtschaft. Trotz dieser Unsicherheiten wächst die globale Wirtschaft bis 2012, Unternehmen erwirtschaften wieder satte Gewinne.

Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung geben die Firmen auch mehr Geld für ihre IT aus. Weltweit sollen die IT-Umsätze im Jahr 2011 um rund 7,1 Prozent auf 1,69 Billionen US-Dollar (2010: 1,579 Billionen Dollar) steigen, 2012 sogar um 8,4 Prozent auf 1,838 Billionen Dollar.

Forrester-Analyst Andrew Bartels hat die IT-Trends für 2011 untersucht. Am meisten geben Firmen für Applikationen, Middleware, Desktops und Server aus.
Forrester-Analyst Andrew Bartels hat die IT-Trends für 2011 untersucht. Am meisten geben Firmen für Applikationen, Middleware, Desktops und Server aus.
Foto: Forrester Research

Diese Zahlen prognostizieren die US-Marktforscher von Forrester Research in der Studie "2010 To 2012 Global Tech Industry Outlook". Wachstumstreiber für die IT sind den Analysten zufolge vor allem Unternehmen aus Lateinamerika, Osteuropa, dem Mittleren Osten und Afrika. Stark sind auch die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum sowie in den USA.

Software am meisten gefragt

Am meisten Geld haben die CIOs in diesem Jahr für Software-Produkte übrig, nämlich 430 Milliarden US-Dollar. Allerdings fallen die Ausgaben gegenüber 2010 um rund ein Prozent auf 7,1 Prozent. 2012 dagegen werden diese um 11,5 Prozent zulegen. Die größten Ausgabenblöcke in diesem Bereich sind Geschäftsanwendungen mit 212 Milliarden Dollar sowie Middleware mit 148 Milliarden Dollar. Vergleichsweise gering fallen die Aufwendungen für Eigenentwicklungen (43 Milliarden Dollar) sowie für Betriebssysteme (28 Milliarden Dollar) aus.