Trend zur Verlagerung von Jobs wächst unaufhaltsam

Outsourcing verändert die Weltwirtschaft

17. November 2004
Von Detlef Scholz
Outsourcing wird weiter stark zunehmen. Allein die deutsche Wirtschaft wird in den nächsten drei Jahren mehr als 100.000 Jobs in Niedriglohnländer verlagern. Das folgt aus einer Analyse eines Wirtschaftswissenschaftlers.

Mehrere deutsche Großbanken wollen die Prozesstiefe in den heimischen Standorten verringern. Zurzeit liegt sie bei 60 Prozent. In den kommenden vier bis fünf Jahren soll sie auf 30 bis 40 Prozent abnehmen – die damit verbundene Jobdifferenz wandert ins Ausland ab.

Der renommierte Pariser Wirtschaftwissenschaftler Dominique Roux sieht den Sportartikelhersteller Nike als einen Vorreiter des OutsourcingOutsourcing an. Weltweit fertigen etwa 100.000 Menschen Nike-Produkte. Das Unternehmen selber hat seine Mitarbeiterzahl jedoch auf 5.000 Beschäftigte reduziert. Nike ist mit seiner Strategie sehr erfolgreich und verzeichnet zweistellige Gewinnsprünge. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Bei Automobilherstellern liegt der Anteil der Eigenfertigung bereits unter 20 Prozent. Outsourcing verändert die Märkte und wird sich selbst drastisch verändern. Roux benutzt für das neue Konzept den Begriff "Laborgistics". Geprägt hat ihn die Firma IOS. Das Konzept sieht tiefe Einschnitte in allen Unternehmensbereichen vor.

Outsourcing ist ein unumkehrbarer Trend im globalen Wirtschaftsgeschehen.
Outsourcing ist ein unumkehrbarer Trend im globalen Wirtschaftsgeschehen.

Laborgistics soll Firmen helfen, langfristige Produktivitätsziele und Kostenminderung durch KonsolidierungKonsolidierung des Managements zu realisieren. Die Schaffung einer effektiveren Organisation der globalen Arbeit und eine straffe Lieferkette werden gleichfalls gefördert. Laborgistics soll zudem die Einnahmen erhöhen. Idealerweise tun sich neue Marktchancen auf, um bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue, qualifizierte zu schaffen. "Externe Dienstleister zu beauftragen wird für jede Firma zur unentbehrlichen Selbstverständlichkeit, wenn sie ihre Marktstellung durch Kernkompetenz erhalten will", so Roux. Alles zu Konsolidierung auf CIO.de

Roux identifiziert sieben Unternehmensbereiche, die hauptsächlich von der Verlagerung betroffen sein werden: