Keine biometrischen Sicherungen im deutschsprachigen Raum

Passwort bietet keinen ausreichenden Schutz

06. September 2006
Von Tanja Wolff
Mehr als die Hälfte der IT-Verantwortlichen findet das Passwörter einen verlässlichen Schutz bieten. Trotz steigender Fernzugriffe von mobilen Mitarbeitern bleibt der Netzwerkschutz damit auf einem Basisniveau. Das ist das Ergebnis einer Studie des Lösungsanbieters Safenet.
Nur ein Prozent der Unternehmen nutzen die Authentisierung per Fingerabdruck oder Iris.
Nur ein Prozent der Unternehmen nutzen die Authentisierung per Fingerabdruck oder Iris.

Der Untersuchung zufolge bieten Passwörter nur dann einen verlässlichen Schutz, wenn die Mitarbeiter sehr diszipliniert damit umgehen. Das bedeutet beispielsweise, dass komplizierte Buchstaben-Zahlen-Kombinationen regelmäßig gewechselt werden. Auch dürfen Passwörter nicht auf dem Schreibtisch notiert oder an Kollegen weitergegeben werden.

Obwohl die Zahl der mobilen Mitarbeiter weiter zunimmt, setzen bisher nur 17 Prozent der Befragten zusätzliche Tokens ein, sieben Prozent Smartcards. Gerade einmal drei Prozent nutzen die Authentifizierung per Fingerabdruck oder Iris. Biometrische Sicherungen spielen im deutschsprachigen Raum noch keine Rolle.

"Das Passwort allein bietet in der Regel keinen ausreichenden Schutz beim Remote Access", sagt Ansgar Dodt, Geschäftsentwickler EMEA bei Safenet. Sinnvoller sei es, mehrere Sicherheitsmechanismen miteinander zu kombinieren. Das sehe zum Beispiel die Zwei-Faktor-Authentisierung mit der Kombination aus Pin und Smartcard oder Token vor.

Auch mobil verschlüsseln

Laut der Analyse ist die Verschlüsselung der Inhalte eine weitere effektive Sicherheitsmaßnahme. Das gilt nicht nur für Daten im Unternehmensnetzwerk, sondern auch für den Einsatz von mobilen Geräten, die im Außendienst eingesetzt werden. Gerade in diesem Bereich zeigen sich die größten Sicherheitslücken.

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