IT-Sicherheit

Passwort-Vergessen kostet 6 Milliarden Euro

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
7,8 Minuten jede Woche verbringen Berufstätige damit, ihre Passwörter zu verwalten. Aufs Jahr hoch gerechnet entsteht ein Milliarden-Schaden, so Symantec.
Nachdenken, falsch eintippen, Support anrufen: Jeder Angestellte verbringt mit der Verwaltung seiner Passwörter fast acht Minuten in der Woche, hat der Marktforscher Yougov errechnet.
Nachdenken, falsch eintippen, Support anrufen: Jeder Angestellte verbringt mit der Verwaltung seiner Passwörter fast acht Minuten in der Woche, hat der Marktforscher Yougov errechnet.
Foto: Nikolai Sorokin - Fotolia.com

Die Zahl ist beeindruckend: 6,14 Milliarden Euro gehen deutschen Unternehmen jedes Jahr verloren - weil Angestellte Schwierigkeiten mit Passwörtern haben. Das behauptet zumindest der Kölner Marktforscher Yougov in einer Analyse, die der Sicherheitsanbieter Symantec in Auftrag gegeben hatte.

Die Rechnung basiert auf folgender Überlegung: Jeder Mitarbeiter braucht im Schnitt 7,8 Minuten pro Woche für die Verwaltung seiner Passwörter. Bei einem Stundenlohn von durchschnittlich 22,4 Euro - Yougov bezieht sich nach eigenen Angaben auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes - ergeben sich daraus Kosten von 118 Millionen Euro pro Woche und 6,14 Milliarden im Jahr.

Sachsen und Thüringer erinnern sich am besten

Verwaltung der Passwörter beinhaltet für die Autoren der Umfrage das Erinnern aktueller Kennwörter und das Kreieren neuer, Anfordern neuer Passwörter, Inanspruchnahme vom Support, weil man sich nicht einloggen kann und ähnliches. Das Eintippen der Passwörter selbst fällt nicht darunter.

Glaubt man den Forschern, dürften Unternehmen in der Region Sachsen und Thüringen am wenigsten Geld verlieren. Hier geben 24 Prozent der mehr als 2.000 Befragten an, überhaupt keine Schwierigkeiten mit dem Verwalten ihrer Kennwörter zu haben. In Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland sind es dagegen nur 14 Prozent.

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