Spam-Versender werden immer raffinierter

PDF-Anhänge mit unerwünschten Nebenwirkungen

22. August 2007
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Spam-Mails gehören zum Alltag im Büroleben. Mit immer raffinierteren Methoden stellen Spammer die Sicherheitsanbieter vor ständig neue Herausforderungen. Jüngstes Beispiel für das ständige Hase-und-Igel-Spiel ist, dass Spam-Versender inzwischen auch das relativ sichere PDF-Format für ihre Zwecke missbrauchen. Damit versuchen Cyber-Kriminelle beispielsweise den Aktienmarkt mit gefälschten Investitionstipps zu manipulieren und selber kräftig abzukassieren.
Laut Sicherheitsanbieter Marshal hat der PDF-Spam den Image-Spam inzwischen deutlich überflügelt.
Laut Sicherheitsanbieter Marshal hat der PDF-Spam den Image-Spam inzwischen deutlich überflügelt.

Wer morgens den Rechner hochfährt und in seinen Posteingang guckt, kennt es: Rund 80 Prozent aller eingehenden Nachrichten sind Spam. Von günstiger OEM-Software bis zu den diversen Pillen und Mittelchen, die eine gesteigerte Potenz versprechen, ist alles drin. Wer auf die entsprechenden Links klickt, erlebt dann seine böse Überraschung: Meist fängt sich der Anwender einen Virus ein, der den PC lahmlegt oder ein Trojaner installiert sich, um Passwörter auszuspionieren.

Gefährliche Dateianhänge

In letzter Zeit verwenden Spam-Versender statt Image-Spams auch immer häufiger Dateianhänge im PDF-, Excel- oder ZIP-Format, um ihre unverwünschten Werbebotschaften unters Volk zu bringen. Gemessen am gesamten Aufkommen an Spam-Mails verzeichnete der E-Mail-Sicherheitsspezialist Marshal für diese Art von Spam in der Woche zwischen dem 24. Juli und dem 1. August einen Anstieg von bisher zwei auf knapp 25 Prozent.

Laut Marshal sank der Anteil an Junk-Mails mit Image-Spams auf nur noch sechs Prozent und erreichte damit den niedrigsten Stand seit zwölf Monaten. Image-Spams umgehen, als gestörtes und verzerrtes Bild getarnt, die Spam-Filter von Programmen und E-Mail-Anbietern.

PDF trickst Spam-Filter aus

Speziell PDF-Anhänge sind eine der beliebtesten Spamming-Methoden. Der Sicherheitsanbieter Messagelabs geht in einer aktuellen Schätzung davon aus, dass etwa 20 Prozent aller Spam-Mails mittlerweile PDF-Dateien beinhalten.

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