Gartner: Social Strategien bei Personalsuche

Personaler missachten Social Software

14. Januar 2009
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Im Zeitalter von Web-2.0-Technologien sind Unternehmen gezwungen, ihre Strategien zur Personalgewinnung dahingehend zu verändern und anzupassen. Laut einer aktuellen Studie können sie durch die Nutzung von Online-Communities und den Einsatz von Social Software die besten Köpfe für sich gewinnen.

Unternehmen, die im globalen Wettbewerb bestehen wollen, müssen die besten Köpfe für sich gewinnen. Jedoch haben bislang nur wenige HR-Organisationen den Nutzen von Social Software für die Personalarbeit und für die Personalgewinnung erkannt.

Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher von Gartner in dem Bericht "The Effects of Social Software on Your Employer Brand." Sie prognostizieren darin, dass im Jahr 2010 die 1.000 größten Unternehmen Online-Communities zu Marketingzwecken haben werden. Allerdings zögern viele Firmen immer noch, die Konzepte eines Social Web auch im HR-Bereich einzusetzen.

Der Mitarbeiter als Marke

Social Software wird jedoch auch die Prozesse bei der Personalsuche und -gewinnung signifikant verändern. Zum Beispiel können Wettbewerber über Online-Communities wie Xing oder Linkedin auf einfache Weise Angestellte einer anderen Firma kontaktieren oder in Online-Foren Informationen über diese bekommen. HR-Verantwortliche müssen die sozialen NetzwerkeNetzwerke deshalb verstärkt für die Rekrutierung von Mitarbeitern nutzen. Firmen, denen dies bis 2011 nicht gelingt, sind für besonders begabte Absolventen oder herausragend qualifizierte Mitarbeiter uninteressant. Alles zu Netzwerke auf CIO.de

Hinzu kommt, dass Mitarbeiter mehr und mehr zur Marke einer Firma werden. Für HR-Abteilungen ist es daher strategisch bedeutsam, die in Online-Communities geäußerten Meinungen zu ihrer Rolle als Arbeitgeber zu beobachten und auszuwerten. Darüber hinaus können Personalverantwortliche in eigenen HR-Blogs oder -Wikis die ethischen Werte ihres Unternehmens, wie etwa ein gutes Arbeitsklima sowie hohe Sozialleistungen, darstellen..

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Thema: Netzwerke

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