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Neues Portal Geodatenschutz.org

Politik will Firmen leichteren Zugang zu Geodaten verschaffen

05. August 2015
Das Bundeswirtschaftsministerium will Unternehmen den Zugang zu Geodaten erleichtern.

Sie werden etwa für präzise Wettervorhersagen, Kartierungen von Umweltbelastungen und Lärm, Routenplaner oder auch Apps für Smartphones genutzt. Bund, Länder und Kommunen halten unter anderem Daten über Bodenrichtwerte, Wasserschutzgebiete oder Verkehrsplanungen vor, die beispielsweise Bauunternehmen oder Versicherungen benötigen.

Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie
Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie
Foto: Bundesregierung / Bergmann

So brauchen Kiesgrubenbetreiber etwa für ihre Betriebserweiterungen Informationen zu Eigentümern von Grundstücken. Versicherungen benötigen zur richtigen Tarifierung von Gebäuden Informationen, ob diese Gebäude denkmalgeschützt sind. Je genauer die Informationen aber werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Daten personenbezogen, also datenschutzrelevant werden.

Auf dem Onlineportal www.geodatenschutz.org können sich Firmen nun seit Montag akkreditieren und Angaben zu ihrem Datenschutz machen. Die zuständigen Behörden bei Bund, Ländern und Kommunen können dann anhand der Angaben schneller entscheiden, ob die Unternehmen die angeforderten Geodaten bekommen dürfen. "Das erleichtert gerade für kleine und mittelständische Unternehmen den Bezug und die Nutzung von Geodaten und stärkt die Anwendung der Datenschutzgesetze", sagte die Staatssekretärin im Ministerium Brigitte Zypries. (dpa/tc)

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