AUF GRUNDLAGE DES BFL-INDEX

Portfolio-Manager ermittelt Hardware-Werte

06. November 2005
Gebrauchte PCs, Notebooks und Monitore schwanken stark in ihren Restwerten. Mit dem Portfolio-Manager lassen sich valide Summen für den eigenen Gerätebestand errechnen.

DIE IDEE IST ÄLTER als ein halbes Jahr: Als die BFL Leasing GmbH auf der Cebit 2005 ihren IT-Index vorstellte, kam von Rainer Berthold, IT-Einkäufer bei Ernst&Young, der Einwand: Es sei zwar dienlich, Durchschnittspreise für neue und gebrauchte Hardware einzeln angezeigt zu bekommen. Interessanter für IT-Einkäufer sei jedoch eine Plattform, die den IT-Bestand ganzheitlich erfasst. Mit dem Portfolio-Manager will die BFL Leasing diesem Wunsch jetzt nachkommen.

Das Tool ermöglicht es dem Benutzer, PCs, Notebooks und CRT/LCD-Monitore in einem eigenen Portal zu bewerten. Dazu muss er zunächst die Bestände einzeln, je nach Geräteausstattung und Alter, in eine Eingabemaske eintragen oder über eine Excel-Tabelle einspeisen. Wie detailliert er dies machen will, hängt von ihm selbst ab. Der Portfolio-Manager vergleicht die mehr oder minder detaillierten Informationen dann mit den aktuellen Preisen vergleichbarer Geräte in der BFL-Datenbank und errechnet anschließend den Wert des gesamten IT-Bestands. Das Portal ist passwortgeschützt und nur für den jeweiligen Benutzer zugänglich. Das bewertete Portfolio kann über eine Download-Funktion auf den eigenen Rechner heruntergeladen werden.

Je genauer die Angaben zu den Gebrauchtgeräten sind, desto verlässlicher kann der Portfolio-Manager die Summe der Restwerte angeben. Auch Ausgaben für Ersatzbeschaffungen lassen sich indirekt bestimmen.
Je genauer die Angaben zu den Gebrauchtgeräten sind, desto verlässlicher kann der Portfolio-Manager die Summe der Restwerte angeben. Auch Ausgaben für Ersatzbeschaffungen lassen sich indirekt bestimmen.

Preisprognosen möglich

Neben der aktuellen Bewertungsfunktion bietet der Portfolio-Manager auch Prognosen für den eingegebenen Bestand. So kann ein IT-Einkäufer den Marktwert seiner Geräte für die nächsten Jahre erfragen. Das Internet-Tool greift dabei auf eine Datenbank der BFL Leasing zurück, in der Angaben zu insgesamt 720000 Geräten ruhen. Die Angaben verteilen sich gleichmäßig auf PCs, Notebooks und Monitore. Sie reichen bis 1999 zurück, sodass sich Verlaufskurven mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit extrapolieren lassen.

Verkaufswert: So viel kostet ein gebrauchter PC
Verkaufswert: So viel kostet ein gebrauchter PC

Der Nutzer des Portfolio-Managers kann beim Marktpreis zwischen den Handelsstufen „Auktion“ und „Händler Einkauf“ wählen. Der Auktionspreis errechnet sich aus den erzielten Verkaufspreisen bei Ebay. BFL wertet sie monatlich aus und speist sie in den IT-Index ein. Der Händlereinkaufspreis setzt sich zusammen aus dem, was Systemhäuser bei der Rücknahme von Geräten zahlen, und dem, was Händler bei Brokern ausgeben.

Verkaufswert: So viel kosten gebrauchte Monitore
Verkaufswert: So viel kosten gebrauchte Monitore

Zwei Drittel aller aktuellen Daten für Gebrauchtgeräte stammen von Ebay. Ein weiteres Drittel stammt von Brokern sowie aus dem BFL-Archiv. Zusammengenommen lassen sich daraus Verlaufskurven errechnen, die eindeutig jahreszeitliche Schwankungen belegen. „Wir sind weit davon entfernt zu verstehen, warum das so ist”, erklärte ein BFL-Mitarbeiter. „Aber die Schwankungen sind statistisch signifikant.”

Verkaufswert: So viel kosten gebrauchte Notebooks
Verkaufswert: So viel kosten gebrauchte Notebooks
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