Mitarbeiter-Guidelines

Praxisbeispiele für Social-Media-Strategien

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Anfang Juni ist das neue CIO-Buch "Social-Media-Management" erschienen. Der Autor Thomas R. Köhler liefert darin Muster für Mitarbeiter-Guidelines.

Der Online-Experte Thomas R. Köhler hat bereits 2010 über Social MediaSocial Media aus Sicht privater Internet-Nutzer publiziert ("Die Internetfalle", FAZ Buch, 2010). Sein neues Werk zeigt, mit welchen Social-Media-Richtlinien die Unternehmen dem Thema begegnen. Alles zu Social Media auf CIO.de

CIO.de: Herr Köhler, wie springen Unternehmer und Manager zurzeit auf das Thema Social Media an: begeistert oder skeptisch?

Köhler: Ich erlebe beides. Es gibt nach wie vor eine große Euphorie. Gleichzeitig wird eine ängstliche Debatte über negative Auswirkungen geführt. Und wie wir aus einer eigenen Umfrage unter mehreren hundert Führungskräften wissen, haben sich mehr als 30 Prozent der Mittelständler noch gar keine Gedanken darüber gemacht, wie sie mit dem Problem umgehen sollen.

Euphorie und Angst sind wohl beide nicht die besten Ratgeber?

In der Tat. Aber beide sind in den Unternehmen vertreten. Die Marketing-Abteilungen treiben vorwärts in Richtung Social Media, weil sie den direkten Draht zu den Kunden wollen. Bei anderen Verantwortlichen grassiert hingegen die Angst, durch eigenes Verschulden oder bloße unglückliche Umstände auf Social-Media-Seiten in einen sogenannten Shit Storm von Beschwerden zu geraten.

Dieses Risiko besteht also auch, wenn die eigene Social-Media-Strategie stimmt?

Ja, dafür gibt es Beispiele. Wenn BP mit einer Ölplattform das Meer verseucht und dieses reale Problem nicht in den Griff bekommt, gibt es logischerweise Zigtausende massive Unmutsäußerungen auf den Social-Media-Seiten des Mineralölkonzerns und anderswo im Social Web bis hin zu Parodien auf dem offiziellen BP-Twitterkanal. Hier war das Problem nicht in der Social-Media-Strategie begründet.

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