Umfrage von MobileIron

PRISM-Skandal beeinflusst BYOD

19. Juli 2013
Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Die Diskussion über den Datenhunger der USA beeinflusst laut einer neuen Studie von MobileIron auch den Einsatz von privaten Smartphones in Unternehmen. Arbeitnehmer interessieren sich inzwischen dafür, welche Daten der Arbeitgeber auslesen kann.
BYOD ist mittlerweile in vielen Unternehmen weit fortgeschritten. Nun sorgen sich die Angestellten um Ihren Datenschutz.
BYOD ist mittlerweile in vielen Unternehmen weit fortgeschritten. Nun sorgen sich die Angestellten um Ihren Datenschutz.
Foto: MobileIron

Die Diskussion um die eigene Privatsphäre, die mit dem Bekanntwerden der weltweiten Datenüberwachung durch Geheimdienste ausgelöst wurde, könnte möglicherweise Einfluss auf BYOD-Strategien haben. Darauf deutet eine aktuelle Studie von MobileIron hin. Das Unternehmen hat Arbeitnehmer in Deutschland, den USA und Großbritannien befragt und wollte von ihnen wissen, wie sie den Datenschutz einschätzen, wenn sie eigene SmartphonesSmartphones und TabletsTablets in die Firmenumgebung einbringen. Dabei zeigte sich, dass BYOD bereits weit fortgeschritten ist: 80 Prozent gaben an, dass sie private Geräte für ihren Beruf nutzen. Mit 93 Prozent sind dabei Smartphones am stärksten vertreten, mit Abstand folgen Laptops (73 Prozent) und Tablets (39 Prozent). Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Einen großen Unterschied gibt es allerdings beim Bewusstsein, was der Arbeitgeber auf den BYOD-Geräten sehen und beeinflussen kann. 22 Prozent denken, dass der Arbeitgeber nur geschäftliche Kontakte sieht, 28 Prozent sind der Meinung, dass ihr Unternehmen E-Mails und Anhänge sehen kann. Die Mehrheit, 41 Prozent, ist dagegen der Meinung, dass der Arbeitgeber nichts sieht - und liegt damit definitiv daneben. Interessant ist, dass sich die Arbeitnehmer eher bei der Kommunikation Gedanken um DatenschutzDatenschutz machen als etwa bei der Nutzung von lokalisierbaren Diensten. Das Szenario der Überwachung durch den Arbeitnehmer hat sich also scheinbar nicht bewahrheitet. Alles zu Datenschutz auf CIO.de

Alter beeinflusst Prioritäten

Die Besorgnisse beim Datenschutz liegen laut MobileIron bei jüngeren Angestellten deutlich höher als bei älteren Mitarbeitern. Deutlich wird das beispielsweise beim Thema private E-Mails: In der Gruppe der Mitarbeiter über 55 möchten 59 Prozent der Befragten nicht, dass der Arbeitgeber diese sieht. Bei den 18 - 34 Jährigen liegt der Wert bei 69 Prozent. Noch deutlicher ist es bei Social MediaSocial Media: 43 Prozent der jüngeren Mitarbeiter möchten nicht, dass der Arbeitgeber diese Daten auslesen kann, in der Altersgruppe 55+ liegt dieser Wert bei 22 Prozent. Alles zu Social Media auf CIO.de

So können Arbeitgeber mehr Vertrauen schaffen

Für Arbeitgeber ist eine klare Kommunikation das einfachste Mittel, um Vorurteile und Misstrauen bei BOYD abzubauen. 26 Prozent aller Befragten wünschen sich laut MobileIron, dass ihr Arbeitgeber genau erklärt, wie und auf welche Daten der Arbeitgeber im Rahmen von BYODBYOD zugreifen kann. In Deutschland war dieser Punkt besonders populär, 34 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage hatten ihn gewählt. 20 Prozent möchte dagegen, dass der Arbeitgeber sie schriftlich informiert, bevor er auf ihr Gerät zugreift. Alles zu BYOD auf CIO.de

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